Die U1 wird im kommenden Sommer für sieben Wochen gesperrt. - © Wiener Linien
Die U1 wird im kommenden Sommer für sieben Wochen gesperrt. - © Wiener Linien

Wien. (APA/bs) Die Wiener U-Bahn-Linie U1 wird im kommenden Sommer für satte sieben Wochen gesperrt. Wegen umfassender Renovierung fahren keine Züge zwischen Schwedenplatz und Reumannplatz. Von der Sperre betroffen sind daher auch die wichtigen Verkehrsknotenpunkte Karlsplatz und Stephansplatz. Die Bauarbeiten beginnen am 7. Juli und werden bis 26. August dauern -in der ersten und der letzten Ferienwoche werden die Wiener somit nicht auf die U-Bahn in diesem Bereich verzichten müssen.

An einem Ersatzplan mit Straßenbahnen wird gearbeitet. "Das ist die Möglichkeit, die wir haben", so eine Sprecherin der Wiener Linien. Busse können wegen der geringen Kapazität nicht als Ersatz eingesetzt werden. Noch nicht klar ist die genaue Streckenführung, an dieser wird derzeit noch gearbeitet.

Die Linie U1 wird täglich von rund 320.000 Fahrgästen genutzt. Während in den Nächten zwischen Sonntag und Donnerstag jeweils rund 100 verschiedene Wartungstätigkeiten durchgeführt werden, muss nun das Gleisbett der ältesten Teilstrecke der Wiener U-Bahn saniert werden. Immerhin ging die U1-Strecke zwischen Karlsplatz und Reumannplatz am 25. Februar 1978 ging in Betrieb. Im Rahmen der Sanierung wird die Linie auf den neuesten Stand der Technik gebracht, auch damit sie kompatibel für die anstehende Verlängerung der U1 Richtung Süden ist.

Eingebaut werden laut Wiener Linien unter anderem zwei neue Weichenverbindungen zwischen Reumannplatz und Keplerplatz sowie zwischen Taubstummengasse und Südtirolerplatz. Durch die neuen Ausweichbereiche kann der U-Bahnbetrieb durch einen Gleiswechselbetrieb dann selbst im Störungsfall aufrechterhalten werden, wird versichert.

Auch die in die Jahre gekommenen Stationen werden adaptiert. Die Abgänge zur U1 am Karlsplatz werden dabei komplett neu saniert.

Kritik kam von der ÖVP: Das Baustellenmanagement sei "Stadt-Wien-typisch" schlecht. Denn es werde gleichzeitig die Südost-Tangente (A23) saniert. Ein Verkehrschaos für den Süden Wiens sei vorprogrammiert, prophezeite Verkehrssprecher Roman Stiftner in einer Aussendung.