Wien. Groß, schlank, sexy: Uniforme Schönheitsideale, die über die Medien verbreitet werden, beeinflussen die Wahrnehmung des eigenen Körpers. 90 Prozent der Mädchen sind laut Statistik mit ihrem Körper unzufrieden - was für die Gesundheit fatale Folgen hat: 40 Prozent der 10- bis 12-Jährigen machen sich Sorgen um ihr Gewicht, mehr als die Hälfte der 15-Jährigen hält Diäten und bis zu einem Viertel experimentiert mit Abführmitteln. Um dem entgegenzuwirken, hat das Wiener Programm für Frauengesundheit im Vorjahr den Wettbewerb "We like everyBODY! Unsere Schule ohne Schlankheitswahn" ins Leben gerufen. Gesucht wurde eine von Schülern entwickelte Werbekampagne, die auf einen positiven und gesunden Zugang zu Aussehen und Gewicht abzielt.

Foto-Shooting für die Sieger


Mehr als 340 Schüler der achten und neunten Schulstufe nahmen am Wettbewerb teil. Sie erarbeiteten 17 PR-Konzepte für vielfältige Körperbilder an ihrer Schule. "Die kritische Auseinandersetzung mit Körpernormen ist ein wesentlicher Schritt zur eigenen Akzeptanz", so Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) im Rahmen der Preisverleihung im "Museum auf Abruf" (Musa).

Gewonnen haben die Schüler der Zwi-Perez-Chajes-Schule, eine der jüdischen Schulen in Wien. Ihr Preis: Die Sieger-Kampagne wird an ihrer Schule mit professioneller Unterstützung der Agentur "Straberger Conversations" umgesetzt. Zudem gibt es für sie ein Foto-Shooting mit Fotografin Inge Prader. Der zweite Platz ging an die Schüler der Handelsschule der Schulen des bfi Wien mit der Arbeit "Wohlfühlzone".