Wien. Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Österreich hat im Vorjahr um elf Prozent zugenommen. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) hervor. 2011 wechselten insgesamt 23.227 Fahrräder unerlaubt den Besitzer (2010: 20.929) - das sind fast 100 Räder täglich in der "Hauptsaison" zwischen März und September.

Die Studie zeigt auch, dass sich jeder dritte Diebstahl in Wien ereignete. Am zweithöchsten war die Zahl der Fahrraddiebstähle in Niederösterreich, die wenigsten Räder wurden im Burgenland gestohlen.

Gutes Fahrradschloss wichtig
Die Wahrscheinlichkeit, dass man sein entwendetes Rad wiederbekommt, ist leider gering. Nur jeder 22. Diebstahl wurde aufgeklärt. Der dadurch verursachte Schaden wird auf fast zehn Millionen Euro geschätzt.

"Jetzt ist das ideale Wetter, um das Fahrrad aus dem Keller zu holen. Neben dem Check, ob Licht und Bremse gut funktionieren, alle Schrauben fest sind und die Kette gut geölt ist, ist auch ein gutes Fahrradschloss wichtig", empfiehlt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Dabei sei es wichtig, dass das Fahrrad an einem festen Gegenstand angeschlossen und nicht nur abgeschlossen ist. Gegen Diebstahl von Einzelteilen helfen Sicherheitsschrauben. Von Schnellspannern rät der VCÖ ab.