Wien. Spaß haben, tolle Preise gewinnen, Wein und Bier verkosten - und damit schwer traumatisierten Kindern helfen: Das zweite Sommerfest des Vereins Hemayat wird dazu beitragen, dass 25 Kindern, die derzeit auf eine Therapie warten, möglichst rasch geholfen werden kann. Dabei erhält der Verein, der kostenlos Therapien für Überlebende von Krieg und Folter anbietet, tatkräftige Unterstützung von Margit Fischer, Barbara Prammer, Ursula Strauss, Dirk Stermann & Christoph Grissemann und Daniel Glattauer.

Diese steuern einige der Hauptpreise der Tombola bei. Der Schriftsteller und Bestsellerautor Daniel Glattauer lädt auf einen Kaffee in Wien ein, mit Schauspielerin Ursula Strauss gibts ein Abendessen im Gasthaus Rebhuhn zu gewinnen, First Lady Margit Fischer führt durch die Hofburg und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer durch das Parlament. Die Kabarettisten Stermann & Grissemann verlosen ihre Stimmen und besprechen die Mobilbox des Gewinners. Lose für diese Preise gibt es beim Fest ab einer Mindestspende von 12 Euro.

Das gesamte Fest wird ehrenamtlich organisiert. Das Badeschiff stellt die Location kostenlos zur Verfügung, die beteiligten Künstler, Prominente und Helfer verzichten auf ihr Honorar und die Preise für die Tombola wurden gespendet.

Hilfe für die Helfer
Beim ersten Sommerfest 2011 wurden rund 20.000 Euro eingenommen, gemeinsam mit den Einnahmen aus einem Benefiz-Konzert im Herbst konnte damit eine dritte Therapeutin angestellt werden.

Mit den Einnahmen des diesjährigen Festes sollen Therapieplätze für 25 schwer traumatisierte Kinder, die derzeit auf der Warteliste stehen, finanziert werden. Denn auch Kinder werden gefoltert, misshandelt, vergewaltigt und brutal zu Kriegszwecken abgerichtet. Auch Kinder werden gefoltert, misshandelt, vergewaltigt und brutal zu Kriegszwecken abgerichtet. Viele junge Klienten von Hamayat wurden Zeugen von Grausamkeiten und Morden an ihren Angehörigen oder mussten hilflos zusehen, wie ihre engsten Angehörigen vergewaltigt oder ermordet wurden.

Mit Sätzen wie "die sind so klein, die verstehen noch nichts" rücken traumatisierte Kinder oft an den Rand der Aufmerksamkeit. Meist braucht es erst einen massiven Hilfeschrei, der in Form von besonderer Aggressivität oder besonderem Rückzug erfolgen kann, damit diese Kinder auf ihre Not aufmerksam machen können. Traumatisierte Kinder und Jugendliche leiden an Alpträumen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Essstörungen, schulischen Problemen, Ängsten, aggressiv-auffälligem Verhalten oder sozialem Rückzug.

In einem multiprofessionellen Team versucht das Betreuungszentrum Hemayat, daskostenlos Therapien für Überlebende von Krieg und Folter anbietet, diese traumatisierten Kinder und Jugendliche optimal zu unterstützen. Bisher konnte aber mangels finanzieller Mittel nicht allen betroffenen Kindern sofort geholfen werden. Das zweite Sommerfest für Hemayat soll dazu beitragen, Therapien für diese Kinder zu finanzieren. Ziel ist es, das Budget für den Bereich der Kinder- und Jugendtherapien schon ab Herbst 2012 so auszubauen, dass schwer traumatisierte Kinder und Jugendliche einen Therapielatz bekommen können. Geplant ist ein wesentlich größeres und auch vielfältigeres Angebot, damit Kinder, die bereits so früh mit Krieg und Folter konfrontiert waren, sofort kompetente Hilfe bekommen.