Wien. Heiß ist es in der Stadt, und noch heißer soll es werden am kommenden Wochenende. Der Wiener, hitzegeplagt, auf der Suche nach Abkühlung und gewillt, überall hineinzusteigen, das nass ist, könnte verleitet sein, seine Füße in den einen oder anderen Wiener Brunnen zu stecken. Sich darin abzukühlen, wird von der zuständigen Magistratsabteilung MA 31 (Wiener Wasser) allerdings nicht empfohlen, könne man doch nicht garantieren, dass man sich nicht an spitzen Gegenständen, die in den Brunnen geworfen wurden, verletzt. Viele Springbrunnen stehen auch unter Denkmalschutz, da sei auch sehr darauf zu achten, dass nichts kaputt wird, lässt das Magistrat ausrichten. Besser zur Abkühlung geeignet sind da schon die Trinkbrunnen der Stadt, die reines Hochquellwasser bieten.

Nicht empfohlen wird auch das Baden in öffentlichen Gewässern wie dem Donaukanal oder dem Wienfluss. Ersterer sei auch eine Wasserstraße, die von schnell fahrenden Schiffen genutzt werde, heißt es aus der Magistratsabteilung 45 (Wiener Gewässer). Am Donaukanal gibt es allerdings das Badeschiff, das auch in der Redaktion der "Wiener Zeitung" einige Anhänger hat. Immerhin sei das Wasser schön kühl - und am Vormittag sei das Bad nicht so überlaufen.

Naturbadeplätze und "Geheimtipps"

Meist nicht überlaufen und sicherer als die öffentlichen Gewässer in der Stadt sind die Naturbadeplätze. Reich an solchen Orten ist die Donaustadt. Unter diesen wird in der Redaktion der Donau-Oder-Kanal II empfohlen. In der Lobau gleich hinter dem Ölhafen und damit im Nationalpark gelegen, ist dieser Badebereich nur mit dem Rad oder zu Fuß erreichbar und eignet sich wunderbar für Picknick und Schwimmen im klaren Wasser. Einzige Einschränkung: Die Gelsen könnten dort störend sein. Erreichbar sind die beiden Becken des Donau-Oder-Kanals, die zum Baden freigegeben sind, über Großenzersdorf, wo man die Lobaustraße bis zum Ende fährt. Von dort geht man zu Fuß oder fährt mit dem Rad direkt hin.

Ebenfalls im Nationalpark gelegen und gut zu erreichen - nicht nur zu Fuß oder mit dem Rad, sondern auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto - ist die Panozzalacke. Das Gewässer ist nicht sehr tief und damit gut für Kinder geeignet.

Etwas näher zur Stadt, aber noch immer ziemlich "geheim" ist das Straßenbahnerbad an der Alten Donau, weiß ein anderer Kollege zu berichten. Das liegt womöglich daran, dass auch dieses Bad nicht so einfach zu erreichen ist und es dort vor allem im Sommer kaum Parkplätze gibt. Damit es auch noch ein bisschen länger ein Geheimtipp bleibt, wird die Adresse an dieser Stelle nicht verraten, allerdings wurde auf wienerzeitung.at/rad/radrouten der Weg dorthin beschrieben.