Etwas besser erreichbar - und schon nicht mehr so geheim - ist der Badeteich Hirschstetten - ebenfalls in der an Bademöglichkeiten reichen Donaustadt gelegen. Während Hunde auf der einen Seite des Sees - dort gibt es auch eine Babybucht - verboten sind, dürfen sie am anderen Ende des rund 215.000 Quadratmeter großen Sees auch ins Wasser. Anders als in den städtischen Bädern handelt es sich hier am Naturbadeplatz um Grundwasser. Die Wasserqualität wird regelmäßig untersucht, und die Naturbadeplätze wiesen zuletzt alle Badeeignung auf. Bei wärmeren Temperaturen kann es im Badeteich Hirschstetten vorkommen, dass Zekarien - harmlose kleine Saugwürmer - auftauchen, heißt es auf der Website der Stadt Wien. Diese können Juckreize auslösen, sind aber nicht gesundheitsgefährdend. Am besten bleibt man nicht zu lange im seichten Wasser und trocknet sich gut ab.

Asperner Seestadt-See
kein Badeteich

Ein anderer See in der Donaustadt ist im Gegensatz zum Badeteich Hirschstetten ganz und gar nicht zum Baden geeignet. Inmitten der zukünftigen Seestadt liegt das namensgebende Gewässer mit seiner blauen Oberfläche fast einladend da. Doch nicht nur rundherum ist Baustelle, sondern auch der See wird noch weiter ausgebaggert. Darum seien dort im Moment auch Verbotsschilder aufgestellt, könnte das Baden doch aufgrund der großen Maschinen lebensgefährlich sein. Auch in Zukunft ist der See nicht als Badeteich vorgesehen, da man sonst die notwendige Badeinfrastruktur mit Toiletten, Duschen und Bademeister schaffen müsste, heißt es vonseiten der zuständigen Wien 3420 Aspern Development AG.

Eher kein Geheimtipp mehr ist die Alte Donau. Da dieses Areal aber sehr weitläufig ist, kann es doch immer wieder etwas Neues zu entdecken geben. Stadtnah und doch wild baden kann man zum Beispiel am Kaiserwasser. Der Seitenarm der Alten Donau liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Donau City und gegenüber der UNO-City. Es ist ein Wildbadeplatz mit Lagerwiesen. Das Angelibad am Floridsdorfer Teil der Oberen Alten Donau bietet mit seinem weitläufigen Areal und hohen Schatten spendenden Bäumen auch für eher wasserscheue Menschen, die Abkühlung suchen, Erholung und Entspannung.

Am anderen Ende der Stadt befindet sich mit dem Neuwaldegger Bad ein besonders schönes Bad, das von drei Kollegen empfohlen wird. Das Waldbad ist von der Endstation der Straßenbahnlinie 43 aus in wenigen Schritten zu erreichen. Der Eintrittspreis ist allerdings etwas höher (15 Euro für Erwachsene ab 9 Uhr), das Bad wird privat von einer Familie betrieben und gehört nicht zu den städtischen Bädern. Die alten, aber gut erhaltenen Badekästchen, der alte Holzboden erinnern an den Beginn des vorigen Jahrhunderts, als das Baden noch in Ganzkörperbekleidung stattgefunden hat. Am Buffet locken Knacker und Schinkenfleckerln, verrät ein Kollege. Das Wasser ist im Gegensatz zu öffentlich städtischen Bädern besonders kühl. Genau das Richtige also für die nächsten Hitze-Tage.

Tipps

Allgemeine Informationen zu Bademöglichkeiten in der Stadt finden Sie unter www.wien.gv.at/freizeit/baden

Der Donau-Oder-Kanal besteht aus vier Abschnitten, von denen zwei zum Baden frei-
gegeben sind. Das Becken II ist von Auwald, das Becken III zum Teil von Kleingärten umgeben.