Wien. Zweitschlechteste Badesaison seit 1990: Nun ist offiziell, was viele schon erahnt haben. Mit gerade einmal 1,8 Millionen Besuchern, die dem schlechten Wetter trotzten, hatten die Wiener Bäder dieses Jahr enorme Einbußen. Damit gab es um 38,5 Prozent weniger Badegäste als 2013, wie die zuständige MA 44 am Montag berichtete.

Genau waren es bis zum Saisonende am Sonntag 1,823.403 Badefreudige - das Minus fällt besonders im Vergleich zum heißen Sommer im Vorjahr besonders hoch aus. Denn während man heuer gerade einmal 25 Badetage zählte, waren es 2013 noch 45. Aber auch wenn man mit den Durchschnittsbesucherzahlen von 2,348.652 Gästen der vergangenen 25 Jahre rechnet, schneidet der Sommer 2014 mit einem Verlust von 22,36 Prozent schlecht ab.

Ganz oben auf der Liste der Verlierer stehen reine Sommerbäder ohne überdachte Badebereiche mit einem Defizit von 41,5 Prozent. Bäder mit angeschlossener Schwimmhalle konnten zumindest einige Schwimmer anlocken und mussten im Vergleich zum Vorjahr lediglich 31,6 Prozent Verlust hinnehmen. Favorit unter den Wiener Bädern ist das Gänsehäufel, gefolgt vom Schafbergbad und dem Ottakringer Kongressbad.

Betrachtet man die Sommermonate einzeln, waren die Tage im Juni etwas besser besucht als im Durchschnitt. Die Situation im August war mit nur 317.000 Besuchern "sehr schwach", im Mai und im September spricht die MA 44 von einem "Totalausfall".

In der ewigen Rekordliste bedeutet das für diese Saison Platz 29 von 70 seit 1945. Nur das Jahr 1996 fiel noch schlechter aus. Problematisch waren heuer - wenig überraschend - die fehlenden Schönwetterperioden, denn die längste dauerte gerade einmal sechs Tage.