Wien. Am Mittwochabend wurde in der Marx Halle der diesjährige Content Award verliehen. Zum sechsten Mal wurden dabei herausragende Projekte, Ideen und Umsetzungen aus allen Bereichen der multimedialen Welt, von Apps über Games bis hin zu Animations- und Kurzfilmen ausgezeichnet. Das "Highlight der heimischen Kreativwirtschaft" ist Anlass für die "Wiener Zeitung" als Medienpartner, zu einem Gespräch zwischen Vizebürgermeisterin und Content-Award-Initiatorin Renate Brauner und den Vorjahressiegern und Animationsfilmern Ina Loitzl und Benjamin Swiczinsky einzuladen.

Die beiden Künstler Loitzl und Swiczinsky, Preisträger des Wiener Zeitungspreises im Rahmen der Content Awards von 2013, sehen in der Initiative und der Auszeichnung eine große Anerkennung ihrer Arbeit und eine Aufwertung der Kreativbranche in Wien. "Der Content Award ist eine tolle Erfahrung gewesen und hat mir einiges gebracht", so Loitzl. "Man trifft spannende Leute, lernt coole Projekte kennen und kann sich austauschen", ergänzt Swiczinsky.

In den Punkten Austausch und Vernetzung orten die beiden Künstler aber auch Verbesserungspotenzial. So wäre die Wiedereinführung einer Veranstaltung schon am Tag der Gala eine Möglichkeit für Diskussionen, Know-how- und Erfahrungs-Transfer, aber auch eine geeignete Möglichkeit, die eingereichten Projekte noch einmal einem breiteren Publikum zu zeigen. Diese Konferenz gab es in den früheren Jahren schon und wäre daher auch aus Sicht der Vizebürgermeisterin durchaus wieder eine umsetzbare Option und Chance für mehr Sichtbarkeit.

Apropos Sichtbarkeit. "Da müssen wir auch noch einiges tun", sagt Brauner. Zwar sei der Content Award innerhalb der Branche und bei Interessierten schon sehr gut bekannt und akzeptiert, aber auch darüber hinaus müsse es noch mehr Aktivitäten geben, um für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Für die Künstler wiederum ist auch das Sichtbarmachen der kreativen Produkte ein essenzielles Thema. Immerhin sei dies eine Möglichkeit, wo die Stadt auch den öffentlichen Raum und Veranstaltungen nutzen könnte, um Kurz- oder Animationsfilmen mehr Publizität zu geben. "Ich denke, dass wir hier bereits etablierte Veranstaltungen, wie etwa Filmfestivals, in der Stadt nutzen könnten, um eine weitere Plattform für die Content Award-Beiträge zu bieten", meint Brauner. "Es ist nämlich wirklich schade, wenn man die guten und kreativen Filme und Projekte des Content Awards nicht allzu oft sieht", befindet Swiczinsky.