Wien. Im vergangenen Jahr hat die Fahrrad-Industrie insgesamt 401.300 Fahrräder an den heimischen Sport- und Fahrrad-Fachhandel verkauft. Damit gingen nach Angaben des Verbands der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs (VSSÖ) um rund 20.000 Bikes mehr in den Handel als 2013, aber um rund 10.000 weniger als 2012. E-Räder mauserten sich vom Trend zum stabilen Absatzmarkt.

E-Bikes kein "Seniorenfahrzeug" mehr

Zum Verkaufs- und damit gegebenen Umsatzwachstum bei den E-Bikes tragen ein steigendes Umweltbewusstsein und neue Innovationen bei. 2014 machten 50.000 abgesetzte Stück einen Anteil an allen verkauften "Radln" von 12,5 Prozent aus. Als Fahrräder im Sinne der Straßenverkehrsordnung gelten die E-Bikes aufgrund von EU-Richtlinien bis zu einer Leistung von 650 Watt und einer elektrischen Tretunterstützung durch den Motor bis maximal 25 Stundenkilometer - dann gelten weder Helm- noch Versicherungs- oder Führerscheinpflicht. Der Imagewandel weg vom "Seniorenfahrzeug" ist nach Angaben des VSSÖ vollzogen - die im Fachjargon sogenannten Pedecles seien nun in der Mitte der Radler-Gesellschaft angekommen.

Als Trends werden vom VSSÖ weiterhin Designer-Bikes ausgemacht - das Radl wird vor allem im urbanen Bereich vom reinen Fortbewegungsmittel immer mehr zum Lifestyle-Produkt und vor allem auch Statussymbol. "Urbane Design-Bikes im klassischen und puristischen Look erobern die Straßen der Städte", sagte Fred Schierenbeck, Obmann der ARGE Fahrrad im VSSÖ. Auch das klassische Citybike komme wieder zurück.


Topseller Mountainbikes

Unangefochtener Spitzenreiter bei den Verkaufszahlen waren aber auch im Vorjahr wieder die Mountainbikes - 148.900 Stück (37,1 Prozent) gingen an den Fachhandel. Dazu kamen noch knapp 51.000 Stück (12,6 Prozent) Offroad-Bikes. Trekkingräder für leichtes Gelände wurden knapp 62.000 (15,4 Prozent) an den Fachhandel abgesetzt. Kinderräder wurden etwas mehr als 46.000 (11,5 Prozent) unter den Radler-Nachwuchs gebracht - um rund 6.000 mehr als 2013. City-Bikes machten mit knapp 23.000 Stück 5,7 Prozent des Industrie-Absatzes aus und Rennräder mit fast 17.000 Stück 4,2 Prozent.

Der durchschnittliche Verkaufspreis von Fahrrädern belief sich im Vorjahr auf 740 Euro (990 Euro im Fahrrad-Fachhandel und 490 Euro im Sport-Fachhandel). Das ist weniger als noch 2012 (im Schnitt 750 Euro) und auch 2013 (780 Euro).