Hotspot für jene, die ihn dazu gemacht haben?

Doch wie realistisch sind niedrige Mietpreise, sollte sich die Creau wirklich als neuer Hotspot etablieren? Werden sich die vorwiegend jungen Handwerker und Künstler es sich dann noch leisten können, dort zu bleiben? Felder nennt ein weiteres Beispiel: die Tabakfabrik in Linz. Auch dort habe man klein begonnen, Mietpreise seien gestaffelt. Start-ups zahlen wenig, dafür müssen Firmen wie die Voest tiefer in die Tasche greifen, wenn sie das Areal für Veranstaltungen nutzen möchten. So ähnlich wolle man es dann auch hier handhaben. Zwischennutzer Lukas Böckle und Angie Schmied machen sich dagegen wenig Gedanken über die Zukunft. Pläne, die über die zwei Jahre hinausgehen, gibt es nicht.

Als Architekten seien sie gewohnt, an Projekten mit Enddatum zu laborieren, erzählen sie in ihrem Büro im Baucontainer. Böckle sitzt an einem Tisch aus stabiler Pappe und sagt: "Es hat eine eigene Magie, wenn etwas nicht von Dauer ist. Das finde ich schön." Und Angie Schmied meint: "Ja, wenn etwas nachkommt."