Wien. Fast 2.300 Falschparker haben 2016 für Behinderungen im Wiener Bus- und Straßenbahnverkehr gesorgt. Das sind etwas mehr als im Jahr davor, als beinahe 2.200 unkorrekt abgestellte Fahrzeuge die Öffis aufhielten. Um dem entgegenzuwirken, wird noch bis zum Frühjahr ein Warnsystem in Döbling getestet.

Im Vorjahr mussten in mehr als 650 Fällen Autos abgeschleppt werden, um den öffentlichen Verkehr nicht länger aufzuhalten. "Bereits wenige Zentimeter, die ein Auto zu nahe am Gleis parkt, können ausreichen, um eine Straßenbahn an der Weiterfahrt zu hindern. Als Grundregel gilt: Die Betonplatten, auf denen die Gleise liegen, müssen beim Parken frei bleiben", so die Wiener Linien.

Um Falschparker zu reduzieren, tüfteln die Verkehrsbetriebe derzeit an einem Warnsystem. Ein Testprojekt mit elektronischen Hinweistafeln läuft derzeit und noch bis zum Frühjahr in der Döblinger Hauptstraße. Dabei werden Autofahrer mit Signalen aufmerksam gemacht, wenn sie zu nahe an den Gleisen parken.

Hotspots an den Straßenbahnlinien 37, 40, 41, 42 und 60 

Nach der Pilotphase wird ausgewertet und entschieden, ob das System an weiteren Standorten eingesetzt wird. Neben der auf der Döblinger Hauptstraße verkehrenden Linie 37 sind auch die Linien 5 im Bereich Kaiserstraße/Blindengasse, weiters die Linien 40 und 41 in der Währinger Straße, die Linie 42 bei der Kreuzgasse und der 60er bei der Geßlgasse Falschparker-Hotspots.

Neben Verwaltungsstrafen müssen zum Beispiel auch etwaige Abschleppkosten von den Verursachern selbst getragen werden, warnen die Wiener Linien. Auf diese Weise könnten rasch Gesamtkosten von einigen Hundert Euro zusammenkommen.