Wien. Mit den Siegern Salaheddine Bounasser (Marokko/2:09:29 Stunden) und Nancy Kiprop (Kenia/2:24:18), die beide ihre persönlichen Bestzeiten verbesserten, sowie dem Erreichen des EM-Limits durch den Österreicher Peter Herzog durften die Veranstalter des Wien-Marathons aus sportlicher Sicht positiv bilanzieren. Auch organisatorisch lief der bei sommerlicher Hitze durchgeführte 35. Vienna City Marathon (VCM) reibungslos ab.

"Ganz glücklich sind wir mit den Österreichern, Peter Herzog hat eine Mördershow abgezogen und eine super Leistung erbracht. Eva Wutti hat überrascht, und auch Katharina Zipser hat eine persönliche Bestleistung geschafft. Sie haben beste Werbung für die österreichische Leichtathletik gemacht", sagte Veranstalter Wolfgang Konrad im Rahmen eines Pressegesprächs am Montag in Wien. Triathletin Wutti gab ihr Marathon-Debüt und verpasste als Siebente und beste Österreicherin in 2:37:59 das EM-Limit nur um eine Minute.

Das internationale Elitefeld habe sicher mehr Potenzial gehabt, als man nur in den Ergebnislisten lese, aber das sei auch den Bedingungen geschuldet. Weltrekordler Dennis Kimetto aus Kenia musste nach halber Distanz wegen muskulärer Problemen in der linken Wade aufgeben.

59 Spitalstransporte wurden gemeldet

Was Wien definitiv erlebte, war ein großes Lauffest. "Wir haben wieder eine tolle Show geboten. Unser Motto war, dass die Leute mit einem ‚Wow, es war toll‘ heimgehen, und das haben wir mit hundertprozentiger Sicherheit erreicht", war sich Konrad sicher. Er hatte den Eindruck, dass die Wiener Bevölkerung noch nie so umfangreich die Straßen säumte, das Wetter habe da mitgespielt.

Für viele Läufer - insgesamt gab es für alle Bewerbe 41.919 Registrierungen - indes war es zu heiß, die Differenz von den Anmeldungen bis ins Ziel bei den Hauptläufen Marathon, Halbmarathon und Staffelmarathon betrug mit 18 Prozent aber weniger als erwartet. Doch nahmen viele Aktive die Möglichkeit an, von der vollen auf die halbe Marathon-Distanz zu wechseln, insgesamt 1355. "Ich bin glücklich, dass sie eine Entscheidung für den Körper und die Gesundheit getroffen haben. Und so haben sie ein Ergebnis und eine Medaille", meinte Konrad. 59 Spitalstransporte wurden gemeldet und damit weniger als bei den Temperaturen angenommen.

Weil das Feld aufgrund der Hitze langsamer unterwegs war, wurde auch der Schlusswagen zeitlich etwas versetzt.

Nächster Marathon am 7. April 2019

Offizieller Wettbewerbsschluss war dann erst um 16 Uhr, um punkt 19.42 Uhr wurde die Ringstraße wieder für den Verkehr geöffnet. Um 19 Uhr fand bereits im Burgtheater wieder eine Vorstellung statt.

Das Marathon-Ziel war zum dritten Mal in Folge auf der Ringstraße zwischen Rathausplatz und Burgtheater und dort soll es auch bleiben. Der 36. Wien-Marathon wird 2019 bereits am 7. April und damit so früh wie seit 1987 nicht mehr in Szene gehen.