10 Jahre Augartenkino

Seinen zehnten Geburtstag feiert dieses Jahr das "Kino wie noch nie" am Augartenspitz - wohl eines der schönsten Sommerkinos in Wien. Das genaue Programm wird erst Mitte Juni vorgestellt, allerdings haben die Organisatoren schon ein paar Schwerpunkte avisiert. So wird der im April verstorbene Regisseur Milos Forman mit fünf seiner Filme gewürdigt - darunter sein Musicalstreifen "Hair". Apropos Hippies: Eine Programmschiene mit dem Titel "Make Love, Not War" wird cineastisch dem Lebensgefühl von 1968 nachspüren. Und die Reihe "Cinema Sessions" verknüpft diesmal heimische Stummfilmklassiker mit zeitgenössischer Musikuntermalung. Wegen Schlechtwetters den Lieblingsfilm zu verpassen, muss man hier nicht befürchten. Sämtliche Werke werden am Folgetag im Metro Kinokulturhaus wiederholt.

Jede Menge Katzencontent im Museumsquartier

Ein fertiges Programm gibt es auch für das "frame[o]ut"-Festival im Museumsquartier noch nicht. Dieses geht heuer vom 13. Juli bis zum 1. September an 16 Spielabenden - jeden Freitag im Haupthof, jeden Samstag im Hof 8 bei den Boulebahnen - über die Bühne. Spielfilme, Dokus, Kurz- und Experimentalfilme werden ab 21.30 Uhr gezeigt, musikalische Acts und Fragerunden mit Filmteams runden die Vorstellungen ab. Großer Publikumsmagnet wird wohl das "Cat Video Festival Vienna" sein, das erstmals Teil des "frame[o]ut" ist und am 25. August mit jeder Menge Katzen-Content lockt.

Wiedergeburt mit Film Festival Mumbai-Gewinner

Eine Art Wiedergeburt feiert indes das "Kino unter Sternen" am Karlsplatz - nachdem 2017 aus budgetären Gründen eine Pause eingelegt werden musste. Heuer wird vom 29. Juni bis 21. Juli Programm bei freiem Eintritt geboten, wobei der Schwerpunkt auf dem "Fremden" in seinen unterschiedlichen Facetten liegt. Ein großer Teil der gezeigten Filme kommt aus Österreich. Zu sehen sind sowohl moderne Klassiker wie Ulrich Seidls erster Langfilm "Good News" (1990) oder brandneue Ware - wie etwa Stefan Bohuns "Bruder Jakob, schläfst Du noch?", der heuer beim Film Festival in Mumbai als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde.

Die internationalen Vertreter im Line-up kommen zum Beispiel aus der UdSSR ("Ceremuski", 1963) oder vom österreichisch-amerikanischen Regisseur Otto Preminger. Der hat es in "Carmen Jones" 1954 gewagt, den Publikumshit "Carmen" neu zu interpretieren und dabei mit ausschließlich farbigen Schauspielern zu arbeiten. Vor dem Beginn des Hauptabendprogramms (um 21.30 Uhr) werden beim Sternen-Kino ab 20.30 Uhr tagtäglich Prominente zum Vorgespräch gebeten. Die Regisseure Andreas Prochaska, Ruth Beckermann oder Barbara Albert werden dabei genauso auftreten wie der Chef des benachbarten Wien-Museums, Matti Bunzl.