Wien. Die traditionellen Schilder der Straßenbahn- und Bushaltestellen in Wien haben ausgedient. Ab kommendem Jahr werden die halbkreisförmigen Tafeln durch neue, modernere Masten ersetzt. Diese werden eckig sein, das internationale Haltestellensymbol zeigen und ein Display integriert haben. Das betrifft laut Wiener Linien immerhin 5000 Straßenbahnstationen.

Die traditionellen Schilder haben ausgedient. - © Wiener Linien/Johannes Zinner
Die traditionellen Schilder haben ausgedient. - © Wiener Linien/Johannes Zinner

So sollen die neuen Schilder dafür sorgen, dass sich internationale Gäste besser zurechtfinden. Fahr- und Umgebungspläne sollen künftig im A3-Format und damit doppelt so groß wie derzeit zur Verfügung stehen. Auch die Bezeichnung der Haltestelle wird größer dargestellt. Das kündigten Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und die Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl an.

Pläne und Schilder werden - wie der Monitor mit den Abfahrtszeiten, Lautsprecher und Liniensymbole - an einem einzigen 3,65 Meter hohen Mast angebracht. Dieser hat an der Spitze ein Licht mit Wiener-Linien-Logo, das schon von Weitem den Standort der Haltestelle signalisieren soll.

Moderne Anzeigen sollen vor allem Touristen helfen. - © Wiener Linien / Manfred Helmer
Moderne Anzeigen sollen vor allem Touristen helfen. - © Wiener Linien / Manfred Helmer

Außerdem gibt es auch noch einen taktilen Plan mit Blindenschrift. "Für die Fahrgäste ist künftig viel leichter erkennbar, welche Haltestelle die Straßenbahn ansteuert, weil die Anzeigentafeln auch aus der Straßenbahn oder dem Bus leicht lesbar sind", erklärte Sima. Im nächsten Ausbauschritt sollen zusätzlich noch Displays installiert werden, wo die Fahrpläne abgerufen werden können. Ausgangspunkt für die Neugestaltung war ein Ideenwettbewerb, den "Dottings - Industrial Design" für sich entschieden hat, hieß es in einer Aussendung der Wiener Linien.

Umstellung im Zuge
geplanter Bauvorhaben

Bereits seit 5. Oktober testen die Wiener Linien die neuen Haltestellen-Schilder entlang der neu eröffneten Straßenbahnlinie 26 in der Donaustadt. Die Umstellung wird im Zuge geplanter Bauvorhaben ab 2019 erfolgen. Begonnen wird bei den geplanten Verlängerungen der Straßenbahn-Linien D und O. Die neuen Schilder werden "das Stadtbild in den kommenden Jahren mitprägen", erklärte Sima. Allerdings ist aus diesem Grund auch mit Diskussionen zu rechnen. Denn die alten Schilder haben das Stadtbild über Jahrzehnte geprägt, wodurch manch einer dem gewohnten Erscheinungsbild nachtrauern wird.