So wie in der Freudenau, soll nun auch der Hafen Albern ein tonnenschweres Stahltor als Hochwasserschutz bekommen. - © PID/Votava
So wie in der Freudenau, soll nun auch der Hafen Albern ein tonnenschweres Stahltor als Hochwasserschutz bekommen. - © PID/Votava

Wien. Der Hafen Albern, der wie die Häfen Freudenau und Lobau zur Wien Holding gehört, bekommt nach Freudenauer Muster nun ebenfalls ein eigenes Schutztor gegen Hochwasser: Es soll mit einem Investitionsvolumen von 22 Millionen Euro in den kommenden 30 Monaten gebaut werde, erklärte Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz. Finanziert werden soll das Ganze von Land, Bund und dem Hafen Wien.

In Hochwasserzeiten sei das Hafenareal nämlich immer bis auf 1,20 Meter überflutet und somit der Betrieb lahmgelegt gewesen, sagte Konzernsprecher Wolfgang Gatschnegg. Durch das Schutztor wolle man künftig derartige Zustände vermeiden.

Was die Bilanz betrifft, so habe der Wiener Hafen seinen Gewinn 2018 stabilisiert und den Umsatz gegenüber dem Jahr davor gesteigert: So schloss die Unternehmensgruppe das Jahr mit einem Gewinn von 14,9 Millionen Euro (2017: 14,8 Millionen) und Verkaufserlösen in Höhe von 62,2 Millionen Euro (plus 7,1 Prozent) ab. Zu diesem Erfolgsergebnis habe vor allem das Geschäft aus Vermietung und Verpachtung geführt, wie betont wurde. Außerdem verzeichnet der Hafen durch die zahlreichen Erweiterungen und somit auch Neukunden einen Zuwachs von 250 Mitarbeitern.

Obwohl die Hafen Wien-Gruppe immer mehr Wert auf einen starken internationalen Auftritt lege, würden Regionalität und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielen, wurde erklärt - weshalb auch zunehmend auf heimische Bioprodukthersteller gesetzt werde. Und um der Digitalisierung gerecht zu werden, wurden die Teams mit Tablets ausgestattet.

Hafen wird zur Filmkulisse

Abgesehen davon werde der Hafen Albern auch als Filmkulisse immer beliebter. Darum wurde jetzt auch ein Studiogelände errichtet, wo bereits 16 Filmprojekte - u.a. mit Szenen zu "Vorstadtweiber", "Spuren des Bösen" oder "Der Pass", umgesetzt worden seien. Allein im ersten Halbjahr 2019 habe es 34 Anfragen gegeben. Im Vorjahr wurden auf das ganze Jahr verteilt 37 Anfragen für Filmprojekte verzeichnet.