Die "Joboffensive 50 Plus" startete am Mittwoch mit einer Infoveranstaltung in der Event-Location Metastadt im 22. Bezirk. Durch die Aktion der Stadt und des AMS sollen bis Ende 2020 rund 500 Arbeitslose über 50 angestellt werden. Damit wird versucht, die zuletzt stagnierende Arbeitslosenrate bei älteren Menschen zu verringern.

Die Infoveranstaltung in der Metastadt besuchten laut Schätzungen rund 2500 Menschen – derzeit gibt es fast 35.000 über-50-jährige Arbeitslose in Wien. Laut dem Pressesprecher von Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) stünden diesen Menschen nun rund 2000 Stellenangebote, die bis Ende 2020 befristet seien, gegenüber – vom Bäcker über den Schulwart bis hin zum Sozialpädagogen.

Vorbild für die Initiative ist die "Aktion 20.000", die 2017 unter Rot-Schwarz beschlossen und später unter Türkis-Blau "mutwillig abgeschafft" wurde, wie Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bei der Infoveranstaltung erklärte.

Auch Private Arbeitgeber dabei

Die "Joboffensive" soll nun in kleinerem Rahmen 500 Arbeitslosen, die seit mindestens drei Monaten beim AMS gemeldet sind, einen Job verschaffen. Angeboten werden großteils Jobs der Stadt Wien und ihrer Unternehmungen, wie die Wiener Linien, der Fonds Soziales Wien oder der Krankenanstaltenverbund. Anders als noch bei der "Aktion 20.000" beteiligen sich aber auch einige Private, beispielsweise Supermarktketten oder die Caritas, an der Initiative.

Die Kosten für die "Joboffensive" belaufen sich auf rund 12,2 Millionen Euro. Circa 4,5 Millionen davon übernimmt die Stadt über den Wiener Arbeitnehmerförderungsfonds (waff), der Rest wird vom AMS finanziert.