Wien. Die nach Plänen von Clemens Holzmeister errichtete Feuerhalle Simmering gegenüber dem Wiener Zentralfriedhof wird erweitert: Vorgesehen ist ein Zubau, für dessen Ausgestaltung derzeit ein EU-weiter Architekturwettbewerb läuft. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 - zum 100. Geburtstag von Österreichs erstem Krematorium - geplant, wie ein Sprecher der Friedhöfe Wien GmbH der APA erklärte.

Zuvor hatte der Architekturverein "Docomomo" das Vorhaben am Mittwoch in einer Aussendung publik gemacht und gleichzeitig zur Sorgfalt im Umgang mit dem Holzmeister-Bau aufgerufen. Hinterfragt wird, ob die "Integrität des Denkmals" gewahrt werde. Bei den Friedhöfen beruhigt man: "Das Bundesdenkmalamt war von Anfang an eingebunden."

Umfang der Erweiterung unklar

Was genau in welchem Umfang und zu welchen Kosten geplant ist, wollte man noch nicht verraten. Die Wettbewerbsjury soll jedenfalls bereits im November einen Sieger küren. Ein Zubau sei nötig, da auch in Wien die Feuerbestattung immer beliebter werde, sagte der Sprecher. Damit es in Folge des weiteren erwarteten Anstiegs nicht zu lange Wartezeiten kommt, brauche es eine Erweiterung.

Die Feuerhalle wurde 1922 eröffnet. Am angeschlossenen Friedhofsgelände mit einer Fläche von rund 215.000 Quadratmetern befinden sich derzeit mehr als 46.000 Urnengräber. (apa)