Es weihnachtet sehr. Nun hat die Weihnachtszeit in Wien endgültig begonnen. Zumindest was den Handel betrifft. Nachdem die meisten Weihnachtsmärkte bereits in der Vorwoche ihre Pforten öffneten, leuchten Wiens Straßen nun auch am Abend taghell. Denn am Freitag wurden die Weihnachtsbeleuchtungen in 33 Einkaufsstraßen angeknipst. Mitarbeiter der Stadt hatten in den vergangenen Tagen viel zu tun. Rund um die Uhr montierten sie unzählige Lichter und schmückten die Christbäume. Die Beleuchtungen sind je nach Straße unterschiedlich gestaltet.

Zwei Millionen Lichter

Am Graben wird nicht an Prunk gespart. - © apa/Georg Hochmuth
Am Graben wird nicht an Prunk gespart. - © apa/Georg Hochmuth

Insgesamt wurden mehr als 190 Kilometer Kabel verlegt, allein am Ring sind es 25 Kilometer. Bis 7. Jänner werden in ganz Wien über zwei Millionen Lichter erstrahlen - etwa in der Rotenturmstraße, Mariahilfer Straße, Freyung, Währinger Straße, Seestadt, Neubaugasse, Obkirchergasse und Bauernmarkt. Nur in der Josefstädter Straße im 8. Bezirk bleibt es heuer dunkel. Die vorhandene Beleuchtung ist leider defekt. Viele empfinden das eher als Segen. Denn die Weihnachtsbeleuchtung sorgt seit jeher für Diskussion. Für die einen ist sie unverzichtbare Tradition, für die anderen sinnlose Energieverschwendung. Die Stadt Wien scheint erstere Meinung zu vertreten, schließlich sind festlich beleuchtete Straßen ein Tourismusmagnet. Denn für heuer und den nächstjährigen Advent wird das Budget aufgestockt. Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Wien unterstützt sie die Initiative mit 1,2 Millionen Euro. Den Rest übernehmen die Kaufleute selbst.

Das ermöglicht es den Wiener Einkaufsstraßen, die Glühbirnen auf umweltfreundliche LED-Varianten umzutauschen. Diese senke die Stromkosten um etwa 80 Prozent, wie betont wird. Sogar anstehende Reparaturen sind mit dem Bonus nun möglich.

Offiziell eröffnet wurde die Beleuchtungssaison am Freitagnachmittag. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und WKW-Präsident Walter Ruck nahmen am Stock-im-Eisen-Platz neben dem Stephansdom im 1. Bezirk persönlich die traditionelle Illuminierung vor. Nun kann Weihnachten kommen.(apa)