Das Highlight des Jahres wird mit Sicherheit die Wien-Wahl sein. Gerüchte, der Wiener Landtag und die Bezirksvertretungen würden schon im Frühjahr gewählt, dementiert die Wiener SPÖ, die an einem Wahltermin im Herbst festhält. Die Ergebnisse von Oktober 2015: Auf Gemeinderatsebene kam die SPÖ auf knappe 40 Prozent (-5 Prozent), die FPÖ auf 31 Prozent (+5 Prozent), die Grünen erreichten 12 Prozent (-1 Prozent) und die Neos, die erstmals 2015 in Wien antraten, kamen auf 6 Prozent. Auf Bezirksebene löste die Simmeringer FPÖ die SPÖ an der Spitze ab und stellt seither ihren ersten Bezirksvorsteher in Wien. Das rot-blaue Kopf-an-Kopf-Rennen in der Donaustadt entschied schlussendlich die SPÖ mit einem Vorsprung von 4 Prozentpunkten (SPÖ: 41 Prozent, FPÖ: 37 Prozent) für sich. Im traditionellen ÖVP-Bezirk Währing kam es zum Wechsel von Schwarz auf Grün.

Die spannende Frage wird sein, ob es die Wiener SPÖ schafft, sich ausreichend von den glücklosen Bundesroten abzugrenzen, um in Wien an der Spitze bleiben zu können. Und dann geht es wohl darum, ob Wien weiterhin rot-grün bleibt - oder ob es Rot-Schwarz beziehungsweise Rot-Türkis geben wird (der Wiener SPÖ-Chef und Bürgermeister Michael Ludwig wäre nicht abgeneigt). Oder ob es eben vielleicht Grün, Türkis und Neos schaffen, den roten Bürgermeister in Wien abzusägen.

Parkscheine werden teurer: Mit 1. Jänner hebt die Stadt die Tarife für die Parkscheine um 5 Cent pro halber Stunde an. Ein 30-Minuten-Parkschein kostet nun 1,10 Euro statt bisher 1,05 Euro - ein 60-Minuten-Ticket 2,20 Euro statt 2,10 Euro. Alte Parkscheine sind bis Ende Juni gültig. Die 15-Minuten-Parkscheine bleiben weiterhin kostenlos, die Tariferhöhung betrifft nicht das Parkpickerl.

Auf dem Vorplatz des Haus des Meeres entsteht 30 Quadratmeter umfassender "Coolspot", der die Umgebungstemperatur im Sommer um bis zu 6 Grad senken soll. - © Carla Lo
Auf dem Vorplatz des Haus des Meeres entsteht 30 Quadratmeter umfassender "Coolspot", der die Umgebungstemperatur im Sommer um bis zu 6 Grad senken soll. - © Carla Lo

Facelifting für Bezirksmuseen: Die 23 Bezirksmuseen und 6 Sondermuseen, wie das Circus- und Clown-Museum in der Leopoldstadt, das Rauchfangkehrermuseum auf der Wieden oder das Phonomuseum in Mariahilf, sollen einen Modernisierungsschub erhalten. Für das Projekt "Bezirksmuseum Reloaded" wird im Wien Museum eine eigene Stabsstelle eingerichtet, um die Bezirksmuseen etwa bei administrativen Tätigkeiten zu unterstützen. Premiere hat auch das "Curatorial Fellowship-Modell": Gesucht werden junge Kuratoren, die am Ende ihrer universitären Ausbildung stehen und Projekte zur Geschichte und Kultur der Bezirke entwickeln sollen. Die Ausschreibung der drei "Curatorial Fellows" erfolgt Anfang 2020. Das Projekt wird drei Jahre lang mit einem Gesamtbudget von 809.000 Euro pro Jahr realisiert.

Heuer wird entschieden, ob das Projekt mit den fahrerlosen Bussen eingestellt oder ausgebaut wird. - © apa/Pfarrhofer
Heuer wird entschieden, ob das Projekt mit den fahrerlosen Bussen eingestellt oder ausgebaut wird. - © apa/Pfarrhofer