Badeschiffvertrag
läuft noch bis 2029

Das Badeschiff selbst war von den Streitigkeiten übrigens nicht betroffen: Hier läuft der Vertrag mit Ecker noch bis 2029.

Ein bisschen komplizierter ist es im Fall der Adria. Dort soll mit der "Vienna Waterfront" das größte der neuen Projekte realisiert werden. Mit Container-Elementen ist eine Mischung aus sommerlicher Out- und ganzjähriger Indoor-Bespielung geplant. Junge Gastronomen sollen "urbanes Streetfood" kredenzen, wie Clemens Hromatka vom Betreiber Boxircus erklärt, der bereits den Copa-Cagrana-Nachfolger "Copa Beach" ausgestattet hat.

Bei der Adria ist der rechtliche Aspekt allerdings noch nicht ganz geklärt. Laut Martin Jank, Geschäftsführer der Wiener Gewässer Management GmbH, sind die Flächen rund um das markante Glashaus - hier gehört auch die Fläche des Tel Aviv Beachs dazu, die Ecker nicht selbst betrieb, sondern weiter verpachtete - bereits zugunsten der DHK entschieden worden. Ecker muss demnach auch hier den Rückzug antreten, "die Verpflichtung zu räumen ist längst rechtskräftig". Anders ist das bei der Glaskonstruktion, die ein eigener Fall ist. Denn dafür gab es keinen Vertrag mit der DHK, sondern mit der Stadt selbst. Dieser Streit ist noch nicht entschieden.

"Das betrifft uns aber Gott sei Dank nicht", sagt Hromatka. Denn das Glashaus spielt im Konzept der "Vienna Waterfront" keine Rolle. Dennoch wird sich auch bei diesem Vorhaben kein Vollbetrieb mehr im heurigen Jahr ausgehen. Eine Schmalspurversion ist somit auch hier für die erste Saison geplant - wenn möglich ab Mai. "Wir können noch nicht abschätzen, wann Ecker räumt", man stehe aber "Gewehr bei Fuß", gleich danach mit den Arbeiten zu beginnen. Sollte der Rückzug des Badeschiff-Machers allerdings nicht noch im ersten Quartal erfolgen, werde es knapp mit einer Bespielung 2020.

Ecker selbst ließ hier keine Eile erkennen. Denn die noch offenen rechtlichen Aspekte bei der Adria beträfen auch die Frage, "was eigentlich alles zur Glashaus-Fläche gehört und was nicht". Solange das nicht endgültig geklärt sei, werde er nicht räumen, weil eben gar nicht klar sei, was genau geräumt werden muss. Gleichzeitig betonte der Gastronom: An letztinstanzliche Entscheidungen werde er sich halten. Diese lägen aber noch nicht für das gesamte Adria-Areal vor. Für alle neu ausgeschriebenen Flächen gibt es einen Zehn-Jahres-Vertrag. Unterverpachtet werden darf nicht mehr. Jeder Pächter darf nur noch eine Fläche bespielen.