Nachdem 2019 der letzte Life Ball im Wiener Rathaus stattgefunden hat, will die Stadt Wien nun den "Geist des Life Balls" weiterleben lassen. Konkret soll die finanzielle Unterstützung der Aidshilfe-Vereine ausgebaut werden, wurde am Mittwoch in einer Aussendung mitgeteilt. Zudem wolle man die Mittel für die Aids-Forschung erhöhen und den im Juni stattfindenden Regenbogen-Monat aufwerten.

So gehen künftig an die Aids Hilfe Wien und andere in diesem Bereich tätige Vereine jährlich insgesamt 1,04 Millionen Euro, was einer Steigerung von 200.000 Euro entspricht. Weiters werde man einen eigenen Aids-Forschungskongress ins Leben rufen, um eine stärkere internationale Vernetzung zu ermöglichen. Dafür werde ein Betrag von 150.000 Euro bereitgestellt. Ein Zeichen für "Vielfalt und Akzeptanz" soll zudem rund um die 25. Regenbogenparade im gesamten Monat Juni gesetzt werden. Das Jubiläum der Pride sowie weitere Veranstaltungen und Aktionen der Wiener LGBTIQ-Community wird die Stadt mit 300.000 Euro unterstützen.

Für den 4. September ist schließlich ein "Tag der sexuellen Gesundheit" mit verschiedenen Informationsangeboten vorgesehen, die mit 150.000 Euro budgetiert sind. Mit diesen Aktionen dankt die Stadt Wien auch dem langjährigen Life-Ball-Organisator Gery Keszler. Er habe "über viele Jahre mit unermüdlichem Engagement und großem Erfolg dieses wundervolle Projekt aufgebaut und vorangetrieben", wird Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) zitiert. "Wir bleiben dem Geist des Life Balls treu. Daher erhöhen wir die Förderung der Aidshilfe-Organisationen und positionieren Wien noch stärker in der Aids-Forschung."

Wie es hingegen mit der Weiterführung des Life Balls aussieht bzw. eines Events in dieser Art, scheint allerdings weiterhin offen. Jedenfalls wurde in der Aussendung nicht darauf eingegangen. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hatte sich nach der Ankündigung Keszlers zum Aus der Veranstaltung im vergangenen Mai dafür ausgesprochen, sich "sehr" um eine Weiterführung bemühen zu wollen.