Die Stadt Wien hat gemeinsam mit der Ärztekammer einen Coronavirus-Notfallplan geschmiedet, der nun in Kraft getreten ist. Ein zentraler Punkt ist die Ausweitung des Ärztefunkdienstes. Dieser wird ab sofort rund um die Uhr zu Verdachtsfällen kommen, und Abstriche für Tests durchführen. Von einem Besuch von Ordinationen und Ambulanzen wird dringend abgeraten.

Menschen mit Infektionsverdacht sollten davon abgehalten werden, Personen in einem Spital oder beim Hausarzt anzustecken. Entsprechende Ordinationsplakate werden ausgehängt. Wenn man unter leichten Symptomen leidet, soll man stattdessen die Hotline 1450 anrufen. Betroffene werden dann vom - personell deutlich aufgestockten - Ärztefunkdienst besucht.

Weiterhin drei bestätigte Fälle

In Wien sind bisher drei Personen positiv getestet worden. Es handelt sich dabei um einen 72-jährigen Mann - der schwer erkrankt ist - und ein Paar, das in Italien auf Urlaub war. Die Kinder des leichter erkrankten Paares wurden ebenfalls bereits untersucht, das Ergebnis liegt noch nicht vor. Auch rund 90 Mitarbeiter der Rudolfstifung, wo der ältere Patient stationär aufgenommen war, werden getestet. Auch hier gibt es noch keine Resultate. Die Personen befinden sich in Heimabsonderung.

"Wir müssen jetzt versuchen, Ansteckungen kleinräumig so rasch wie möglich zu unterbinden", sagte der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Einmal mehr wurde heute betont, dass 80 Prozent der Betroffenen nur milde Symptome aufweisen. Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres versicherte: "Glücklicherweise ist die Mehrzahl der Infizierten nur leicht erkrankt." (apa)