Die Bundesgärten werden morgen, Dienstag, geöffnet - und natürlich soll dann dort auch die Abstandspflicht kontrolliert werden, wie Polizeipräsident Gerard Pürstl am Wochenende in einem ORF-Interview gesagt hat: "Selbstverständlich, das sind das öffentliche Orte, wie alle anderen und unterscheiden sich ja auch nicht von sonstigen Parkanlagen", so der Polizeipräsident in dem Interview.

Aber für die Überwachung werden nicht nur Polizeibeamte eingesetzte werden, wie Pürstl weiter erklärte: "Wir werden das erste Mal auch Organe der sonstigen Parkraumüberwachung einsetzen". Schließlich seien die Kurzparkzonen in Wien aufgehoben worden und die Parksheriffs dementsprechend ihrer Aufgabe beraubt. Jetzt können sie stattdessen aufklärend tätig sein und die Bevölkerung sensibilisieren. "Das ist ein Zugeständnis der Stadt Wien, für die wir sehr dankbar sind, weil sie eigenes Personal spart", so Pürstl.

Sozialer Druck

Und was die ab Dienstag geltende Maskenpflicht in den Öffis betrifft, so zeigt sich der Polizeichef zuversichtlich. Es werde sich so einspielen, wie in den Supermärkten, ist er überzeugt. Laut Pürstl werde auch "ein gewisser sozialer Druck" für die Einhaltung der Regeln sorgen. "Ich glaube, es werden schon die Blicke genügen, wenn jemand einsteigt und keine Maske aufhat, dass dadurch schon das rechtskonforme Verhalten vermutlich von alleine eintritt", so Pürstl.

Erstaunt sei er darüber gewesen, dass dass so wenige Leute am vergangenen Wochenende unterwegs waren. "Für uns ein sehr, sehr gutes Wochenende und eine gute Bilanz", betonte er. So seien bis Sonntagabend insgesamt nur 400 Anzeigen erstattet worden - "vergleichsweise wenig und nirgends Amtshandlungen, die wirklich Probleme gemacht hätten". Vergangenes Wochenende hat es in Wien 529 Anzeigen gegeben. Die Polizei versuche in erster Linie, zu informieren und deeskalieren, betonte Pürstl.

"Bitte nicht alles glauben"

"Nur dort, wo es nicht geht, wo sich jemand mit Vorsatz widersetzt, sich über die Polizei lustig macht, klar zu erkennen gibt, er will die Vorschriften nicht einhalten, dort kommen wir zur Anzeige", betonte der Polizeichef.

Und er appellierte einmal mehr an die Bevölkerung, "bitte nicht alles glauben, was in den sozialen Medien steht". Denn oft würden die Amtshandlungen ganz anders dargestellt, als sie tatsächlich stattgefunden haben. Nachsatz: "Ich kann meine Hand nicht ins Feuer legen für die sämtlichen, tausenden Amtshandlungen, die es gibt. Es wird sicher immer die eine oder andere sein, über die man diskutieren kann. Aber im Wesentlichen handeln unsere Polizistinnen und Polizisten sehr, sehr ordentlich und im Vollzug der Gesetze und Verordnungen, wie es auch geboten ist". (rös)