Der Copa-Cagrana-Nachfolger Copa Beach gegenüber der Donauinsel startet zu Pfingsten in die Saison - heuer zum ersten Mal im Vollausbau, wie die zuständige Stadträtin Ulli Sima, Rathaus-Klubobmann Josef Taucher Donaustadt-Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (alle SPÖ) am Donnerstag mitteilten.

"Wir freuen uns riesig, dass sich der Copa Beach nach dreijähriger Bauzeit heuer erstmals im Vollausbau von seiner besten Seite präsentieren kann", meinte Sima. Insgesamt konnte durch die Neugestaltung die Grünfläche im Verhältnis zur versiegelten Fläche um 20 Prozent erhöht werden. Zudem wurden heuer auch neue, große Bäume auf den Liegewiesen gepflanzt, die für mehr Schatten sorgen, wurde erklärt. Mediterranen Pflanzen wie Oliven oder Oleander sollen darüber hinaus für "echtes Beach-Feeling" sorgen. Cooling-Spots wie Nebelduschen oder die "Sommerspritzer", also Sprühnebelduschen auf den Wasserhydranten, wurden zum Abkühlen in den heißen Sommermonaten installiert.

Langes Tauziehen

Der Umwandlung von der Copa Cagrana zum Copa Beach ging ein langes, medial begleitetes Tauziehen voraus. Die Stadt wollte den damaligen Langzeitpächter loswerden, dem man eine "Verschandelung" des Areals vorgeworfen hatte. Dieser weigerte sich, so ohne weiteres seinen Platz zu räumen. Der inzwischen beendete Rechtsstreit zog sich jahrelang.

Das gesamte Bauprojekt, rund 41.000 Quadratmeter, entspricht der Fläche von rund sechs Fußballfeldern. In der letzten Bauphase wurden sämtliche Lagerflächen vom Wasser weggerückt und befinden sich jetzt ganz oben in einem Neubau, der hinter einer grünen Rasenwand "verschwindet". Bei der Reichsbrücke, gleich beim Ausgang von der U1, wurde ein Skatepark errichtet. Alle Arbeiten seien hochwasserfest ausgeführt worden, hieß es - ist der Copa Beach doch auch Hochwasserabflussgebiet. Die Gastronomie-Container werden laut Sima jährlich neu bespielt - heuer unter anderem mit venezolanischem Street-Food, Hot Dogs, Flammkuchen, Brettljause, Tapas oder Cocktails.

Die Besucher können sich kostenlos am Copa Beach aufhalten. Auf dem Areal seien die Corona-Verhaltensregeln nach Vorgaben der Bundesregierung gültig, wurde auch aufmerksam gemacht. Entsprechende Schilder würden auf die Corona-Abstandsregeln hinweisen.

Cocktailbar abgebrannt

Auf der Sunken City - eine schwimmenden Plattform auf der Neuen Donau - ist am Mittwoch eine Bar abgebrannt. Am Donnerstag war die Ursache für das Feuer weiter unklar. Die Feuerwehr war am Mittwoch mit 15 Fahrzeugen und 70 Mann angerückt, hatte Alarmstufe zwei gegeben und die Situation bald unter Kontrolle gebracht. Dichter Rauch war über der während des Einsatzes gesperrten Reichsbrücke aufgestiegen und weit über Wien zu sehen. Das betroffene Objekt befand sich in unmittelbarer Nähe eines Leuchtturms, der Teil der Kulisse der Bregenzer Festspielbühne in den Saison 1989 und 1990 war und seit seiner Übersiedlung nach Wien als "Wahrzeichen" der Sunken City gilt.

Prater sperrt wieder auf

Im Übrigen sperrt auch der Prater nach der Corona bedingten Pause wieder auf. Die Betriebe hätten Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sagte eine Sprecherin am Donnerstag: Das Personal werde mit Masken sowie Handschuhen arbeiten und es wird regelmäßige Desinfektionen geben. Weiters werde es bei den Attraktionen Abstandsmarkierungen geben, um dichtes Gedränge zu verhindern. Darüber hinaus sollen den Kunden Sitzplätze zugeteilt werden, um den Mindestabstand von einem Meter zu gewährleisten.

Überdies wurden einige Neuheiten angekündigt. "Es wird circa fünf neue Attraktionen geben." Dabei handle es sich um Achterbahnen, Virtual-Reality-Attraktionen, eine Hochschaubahn und eine Modellbahn-Welt. (rös/apa)