Erneuter Corona-Alarm bei der Österreichischen Post. Diesmal betrifft es das Briefzentrum Inzersdorf, das mit 900 Mitarbeitern österreichweit größte Verteilzentrum der Post. Die "Wiener Zeitung" erhielt am Mittwoch einen anonymen Hinweis, dass sich dort offenbar die Krankenstände häufen. Auch bei den Leiharbeitern gäbe es eine für das Briefzentrum ungewohnt hohe Fluktuation: "Es fehlen viele bekannte Gesichter, dafür werden die unbekannten Gesichter immer mehr." Teile der Belegschaft wären verunsichert. Man befürchte eine neue Covid-19-Infektionswelle, ähnlich der im benachbarten Paketverteilzentrum der Post. Dort erledigt seit der Vorwoche das Bundesheer die Arbeit, nachdem von 250 Mitarbeitern 72 positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Bei der Post bestätigte man am Mittwochabend einen Coronafall im Briefzentrum Inzersdorf. "Wir wurden heute von der Sanitätsdirektion Wien über diese Neuinfektion informiert", erklärte Post-Pressesprecher Markus Leitgeb auf Anfrage der "Wiener Zeitung". 20 Mitarbeiter, die unmittelbaren Kontakt zu dieser Person hatten, seien sofort unter Quarantäne gestellt worden.Sie sollen heute getestet werden. Gemeinsam mit der Sanitätsdirektion Wien bespreche man nunmehr die weitere Vorgehensweise. Auch eine Testung der insgesamt 900 Mitarbeiter des Briefzentrums stehe zu Diskussion.

Wie viele Mitarbeiter des Briefzentrums sich derzeit im Krankenstand befinden, werde laut Leitgeb "in diesen Stunden" erhoben. Über mögliche Fluktuationen bei den Leiharbeitern sei der Post nichts bekannt. Auch einen Anstieg an Zeitarbeitskräften gäbe es nicht zu verzeichnen. Allerdings würden seit ein paar Tagen einige Mitarbeiter aus Hagenbrunn Aushilfsdienste auf dem Areal des Briefverteilzentrums Inzersdorf erledigen. Das würde vielleicht "die vielen fremden Gesichter" erklären, so Leitgeb.