Heute, Montag, starten die Bauarbeiten für die Schwimmenden Gärten am Donaukanal. Sie sorgen für mehr Grün- und Erholungsraum in der Stadt und sind laut Umweltstadträtin Sima eine weitere Maßnahme gegen städtische Hitzeinseln. Vorbild sind die schwimmenden Gärten auf der Seine in Paris. Geplante Fertigstellung des Projekts ist Ende September.

Die Umgestaltung der historischen Anlage sieht Überplattungen vor, die eine neue Verbindung zwischen Donaukanal-Promenade und der bisher nicht nutzbaren, denkmalgeschützten Kaiserbadschleuse schaffen.  Insgesamt werden 1484 Quadratmeter Fläche dort zur Verfügung stehen.

Pflanzentröge, Bäume und Liegemöglichkeiten

Da gerade in diesem Abschnitt des Donaukanals kaum Grünflächen, sondern viele Betonflächen das Bild prägen, sollen nun bewusst neue Grün- und damit attraktive Aufenthaltsräume geschaffen werden. Es sind große Pflanztröge geplant, die mit Stauden- und Gräserpflanzungen und punktuellen Großsträuchern und auch Bäumen bepflanzt sind. Dazwischen entstehen vielfältige Sitz- und Liegemöglichkeiten für alle Alters- und Nutzergruppen, wie Sima erklärte. Durch eine Entsiegelung und Begrünung wird der einströmende Luftstrom entlang von Donau und Donaukanal gefördert und beschleunigt und trägt an Hitzetagen zusätzlich zur Abkühlung bei.

Kaiserbad 1899 abgerissen

Die historische Wehranlage befindet sich im Bereich der U-Bahn-Station Schottenring. Sie wurde zwischen 1904 und 1908 erbaut, wobei die Wehrkonstruktion nach dem Zweiten Weltkrieg großteils abgerissen wurde. Die Staustufe Kaiserbad war die einzige der ursprünglich drei geplanten Staustufen des Donaukanals. Der Name bezieht sich laut Rathaus auf das ehemalige Kaiserbad, das sich ursprünglich an dieser Stelle befand und 1899 abgerissen wurde.