Seit 2014 ist die Polizeiinspektion in der Lasallestraße, kommendes Jahr soll sie wieder direkt zum Bahnhof Praterstern übersiedelt werden: Am Dienstag wurde nach sieben Monaten Bauzeit der Rohbau der neuen Polizeiinspektion präsentiert, in den die ÖBB acht Millionen Euro investiert.

Künftig sollen in dem insgesamt 900 Quadratmeter umfassenden Zubau 65 Polizeibeamte ihren Dienst versehen, wie ÖBB-Infrastruktur Vorstand Franz Bauer, Stadträtin Ulli Sima, Wiener Linien-Geschäftsführerin der Alexandra Reinagl und Landespolizeivizepräsident Michael Lepuschitz am Dienstag erklärten. Die Polizei mietet von den ÖBB dafür eine Fläche von rund 650 Quadratmeter. Auf dem Rest der Fläche sollen Geschäfte untergebracht werden. Architektonisch schmiegt sich der gläserne Zubau an die bestehende Bahnhofshalle an. Dabei wird der bestehende Abgang zur U-Bahn integriert und somit Teil der Bahnhofshalle.

Für mehr Sicherheitsgefühl

Wie Lepuschitz erklärte, sei der Bahnhof Praterstern eine wichtige innerstädtische Verkehrsdrehscheibe für mehr als 150.000 Personen pro Tag. "Es ist daher für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wichtig, dass die Polizei an einem solchen Ort Präsenz zeigt und schnell einsatzbereit ist."

Für mehr Sicherheitsgefühl sollte schon das umstrittene Alkoholverbot sorgen, das von Bürgermeister Michael Ludwig per Verordnung im April 2018 erlassen wurde, da die dortige Alkohol-Szene regelmäßig für Debatten sorgte. Verboten wurde dabei der Konsum alkoholischer Getränke außerhalb der gastronomischen Betriebe. Die Strafen für eine Übertretung reichen von 70 bis 700 Euro für Wiederholungstäter.