In einigen Wiener "Coolen Straßen", die in den Sommermonaten für Erfrischung an heißen Tagen sorgen sollen, gibt es Probleme mit der Wasserqualität bei den Sprühanlagen. Deshalb wurde rund ein Drittel der Standorte vorübergehend deaktiviert, wie eine Sprecherin von Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) am Donnerstag der APA erklärte. Eine gesundheitliche Gefährdung habe aber nie bestanden.

Derzeit gibt es 18 temporäre "Coole Straßen" in der Stadt. Sie sind für den Autoverkehr gesperrt. Nebelduschen, Wasserspiele, aber auch Sitzmöglichkeiten sollen für Entspannung an Hitzetagen sorgen. Das Projekt hat Grünen-Chefin Hebein im Vorjahr erstmals als Pilotversuch ins Leben gerufen, heuer wurde es groß ausgerollt.

Reine Vorsichtsmaßnahme

Laut Sprecherin hat sich bei routinemäßigen Messungen der Wasserbeschaffenheit auf Mikroorganismen und Bakterien kürzlich herausgestellt, dass an sechs der 18 Standorte manche Werte "im Grenzbereich" gelegen seien. Sie bestätigte damit einen zuvor publizierten Eintrag im Blog "Stadtpolitik". Also habe man beschlossen, diese abzuschalten - als reine Vorsichtsmaßnahme, da bei den Nebelduschen auch Trinkbrunnen integriert sind.

Als Grund für die verminderte Qualität wird vermutet, dass das Wasser in den Versorgungsschläuchen der Anlage länger gestanden ist. Eine Gefährdung für die Gesundheit bestehe aber keinesfalls, versicherte die Hebein-Sprecherin: "Es ist alles andere als dramatisch."

Nun wird das System in den kommenden Tagen umgestellt, um den Wasserdurchlauf zu erhöhen. Die Sprühduschen werden künftig bereits ab 20 statt bisher 27 Grad aktiviert. Außerdem werden die Schläuche getauscht und künftig auch in der Nacht durchgespült. Im Lauf der nächsten Woche soll alles wieder im Normalbetrieb laufen, wurde versichert.