Der Duft von Holzkohle und Barbecue-Rauch weht einem bereits am Weg zur Marx Halle entgegen. Dort finden dieses Jahr bereits zum vierten Mal die Vienna BBQ Days statt. In der ehemaligen Verkaufs- und Markthalle für Rinder im 3. Bezirk wird bei freiem Eintritt drei Tage lang gegrillt, gegessen und verkauft.

Trotz Pandemie versuchen die Veranstalter und Aussteller - mit reichlich Desinfektionsmittel und viel Platz -, die größte Veranstaltung rund ums Grillen in Wien abzuhalten.

Unter den vielen angebotenen Köstlichkeiten finden sich neben Steaks, Burgern und Cocktails auch vereinzelt vegetarische und vegane Speisen. Eine besondere Spezialität ist das südamerikanische Asado. Dabei werden entweder verschiedene Fleischsorten über Holzkohle gegrillt oder sehr große Fleischstücke noch mit Haut über Flamme und Glut gegart. Außerdem können sich die Besucher im Außenbereich über das Grillen informieren und Grillgeräte, angefangen bei kleinen Gartengrills bis hin zu riesigen Barbecue-Griller, kaufen.

Nach Donnergrollen und Regenschauern blieb es beim Grillfest am Freitag Outdoor allerdings eher ruhig. Immerhin fanden sich in der Halle einige Besucher ein, die sich bei den kleinen Ständen die verschiedensten Speisen, Schnäpse und Soßen ansahen.

Kochshows und Grillkurse

Ebenfalls am Programm stehen kostenlose Shows und Wettbewerbe von internationalen Grillprofis, unter ihnen auch Karl-Heinz Drews aus der TV Serie "BBQ Kings". Für all jene, die nicht nur zusehen und essen möchten, gibt es darüber hinaus Workshops, die im Vorhinein gebucht und bezahlt werden müssen.

Auch für musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Vor der Marx Halle ist eine Bühne aufgebaut, und auch der Bus der Donauinselfest-Sommertour soll am Samstagnachmittag vorbeikommen.

Festival während Pandemie

Der Veranstalter Alexander Dobernig möchte den Besuchern trotz der schwierigen Situation den gewohnten Festivalablauf bieten. Sowohl die Corona-Krise als auch das unbeständige Wetter machen das Festival heuer aber zu einer Herausforderung. Die letzten Jahre schwankten die Besucherzahlen zwischen 12.000 und 8.000. Wie viele dieses Jahr kommen werden, lasse sich nicht abschätzen, so Dobernig.

Finanziell würden sich die Vienna BBQ Days für die Veranstalter dieses Jahr nicht auszahlen, sagt er. Man werde wohl entweder mit null aussteigen oder ein Minusgeschäft machen.

Für das Festival selbst habe man umfassende Sicherheitsvorkehrungen getroffen, so die Veranstalter. Eine Maskenpflicht sei aber nicht darunter, auch nicht in der Halle.

Um den notwendigen Abstand zu gewährleisten, sei das 12.000m² große Festivalgelände komplett umgebaut worden. Zusätzlich wurden mehrere Kanister Desinfektionsmittel und Seife beschafft. Warum er überhaupt mitten in einer Pandemie eine große Messe veranstaltet? Dobernig ist der Überzeugung, dass "wir mit allem, was wir haben, trotz des Virus ein normales Leben führen müssen." Um Menschenansammlungen zu verhindern, kann dieses Jahr das gewünschte Gericht, per App vom Tisch aus bestellt und dann abgeholt werden. Die Vienna BBQ Days finden noch bis zum Sonntag statt.