Die Wiener Linien bauen ihr Sharing-Angebot weiter aus. Zwei neue WienMobil-Stationen in der Amerlingstraße in Mariahilf und am Ceija-Stojka-Platz in Neubau ergänzen seit Mittwoch die bestehenden Standorte in Ottakring, Landstraße und Simmering.

Bei den einzelnen Stationen stehen den Wienerinnen und Wienern, neben U-Bahn, Bim und Bus, Leihangebote mit Citybikes, E-Rollern und Carsharing sowie E-Tankstellen zur Verfügung.

Gemeinsam mit Wiener-Linien- Geschäftsführerin Alexandra Reinagl eröffnete Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Mittwoch die WienMobil-Station im 6. Bezirk. "Diese Stationen sind ein wichtiges Angebot der Klimamusterstadt, um die sogenannte letzte Meile zwischen Arbeits- oder Wohnort und der nächstgelegenen Öffi-Station zu überwinden", sagte Sima. Öffi-Nutzer würden sich damit die Kosten für ein eigenes Auto und zugleich auch pro Jahr 1,5 Tonnen CO2 sparen.

Ab November können auch standortbasierte E-Autos ausgeborgt werden. Das Pilotprojekt starte vorerst in Mariahilf und werde ein Jahr lang evaluiert. Man gehe damit auf die Bedürfnisse der Wienerinnen und Wiener ein, deren Sharing-Mentalität in den letzten Jahren zunehmend gestiegen sei, ergänzte Reinagl.

Insgesamt stehen in ganz Wien künftig 28 Autos zur Verfügung, zehn davon allein im sechsten Bezirk, die restlichen 18 Fahrzeuge werden an WienMobil-Stationen verteilt in ganz Wien für den Wochenendausflug oder den Großeinkauf buchbar sein. Die Buchung der Fahrzeuge erfolgt über die WienMobil-App direkt beim jeweiligen Anbieter und ist bis zu ein Jahr im Voraus möglich. Einzige Voraussetzung ist eine gültige Lenkberechtigung, für Jahreskarten-Besitzer wird es Spezialtarife geben.

"Wir bieten Mobilität für alle Ansprüche, egal ob mit den Öffis, Citbike, Carsharing oder eine Kombination. Mich freut es, dass der 6. Bezirk Pilotprojekt für das E-Carsharing-Projekt wird", freut sich Markus Rumelhart, SPÖ-Bezirksvorsteher von Mariahilf. Die Fahrzeuge können nach erfolgter Buchung an einer fixen Station abgeholt werden, an die sie der Nutzer nach der Fahrt auch wieder retournieren muss.

Steuerung via App

Im Gegensatz zu anderen Carsharing-Modellen garantiere man den Anwendern durch die Standortfixierung einen freien Parkplatz und die Gewissheit, dass das Auto wirklich an besagtem Platz stehe, so Reinagl. Bis Ende dieses Jahres sollen noch drei weitere WienMobil-Standorte eröffnet werden, für 2021 ist eine sukzessive Erweiterung des bestehenden Angebots geplant.

Koordiniert wird das Sharing-Angebot über die WienMobil-App. Neben dem digitalen Öffi-Ticket und der digitalen Jahreskarte, der Fahrplanauskunft und sämtlichen Echtzeit-Infos der Wiener Linien sind auch Mobilitätsangebote von Partnern eingebunden: So etwa Rail&Drive, ShareNow, Europcar, der City Airport Train, die Westbahn, die Vienna Airport Lines, Funktaxizentralen und WiPark-Garagen. Über den Menüplan "WienMobilMix" stehen Jahreskartenkunden in der App spezielle Rabatte und Angebote der Mobilitätspartner zur Verfügung.