Am Freitag haben Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (beide SPÖ) den "Tag des Wiener Wohnbaus" ausgerufen, der nun künftig jedes Jahr - zum Geburtstag von Bürgermeister Karl Seitz, Erfinder des sozialen Wiener Wohnbaus - mit zahlreichen Veranstaltungen begangen werden soll.

Zu diesem Anlass wurden auch die konkreten Pläne für die weiteren Gemeindebauprojekte präsentiert: 22 Projekte für 4353 Wohnungen, verteilt über 13 Bezirke, befinden sich derzeit in den unterschiedlichsten Phasen der Planung und Umsetzung. Noch heuer sollen 123 Wohnungen in Meidling fertiggestellt werden, weitere 105 Wohneinheiten sollen bis 2022 folgen.

Die größte Wohnraumschaffung wird es mit 1300 Wohneinheiten auf dem ehemaligen Areal des Nordwestbahnhofs in Brigittenau geben. Auch in der Donaustadt möchte man den Wohnbau vorantreiben: Sechs Standorte mit insgesamt 1225 Wohneinheiten sind in Planung, mit der Fertigstellung rechnet man je nach Projekt zwischen 2022 und 2025.

Rund um den Handelskai in der Leopoldstadt kommt es ebenfalls zu einer Wohnraumerweiterung: Bis 2022 sollen hier 439 Gemeindewohnungen entstehen, für 332 haben die Bauarbeiten vor kurzem schon begonnen. Bereits fertiggestellt und vermietet sind 120 Wohnungen des Projektes "Barbara-Prammer-Hof" in Favoriten. 190 zusätzliche Wohneinheiten befinden sich gerade im Bau (geplantes Ende: 2021) oder sind ebenfalls in Planung.

Weitere sechs Projekte mit 631 Gemeindewohnungen kündigte Ludwig in den Bezirken 3, 6, 7, 13, 19 und 23 an: Für Landstraße und Neubau sei der Bauträgerwettbewerb derzeit noch nicht abgeschlossen, für Mariahilf, Hietzing, Döbling und Liesing gehe man jedoch von einem geplanten Baubeginn zwischen 2021 und 2022 aus.

"Die Wiener Wohnbau-Politik hat eine preisdämpfende Wirkung auf den gesamten Wohnungsmarkt und ist die größte Förderung der Mittelschicht in der Stadt", betont Ludwig. Und immerhin lebe heute jeder vierte Wiener in einer der insgesamt 220.000 Gemeindewohnungen, fast jeder zweite in einer geförderten Wohnung.