13 Männer werden am Samstag in Wien von Erzbischof Christoph Schönborn zu ständigen Diakonen geweiht und beginnen ihren Dienst in der Verkündigung, Caritas und Seelsorge. Das markiert das 50-Jahr-Jubiläum dieser besonderen Weihe in der römisch-katholischen Kirche. Mehr als 200 dieser überwiegend verheirateten Männer wirken in der Erzdiözese Wien und sind in verschiedenen Bereichen meist ehrenamtlich eingesetzt: vom Dienst in der Pfarre über die Caritas und die Krankenhausseelsorge bis hin zur Gefängnisseelsorge.

Diakone (optisch erkennbar an der Stola) dürfen die Kommunion spenden, aber nicht die Wandlung vornehmen. In Zeiten von Corona ist dabei das Desinfektionsmittel immer mit dabei. - © WZ/Ziegler
Diakone (optisch erkennbar an der Stola) dürfen die Kommunion spenden, aber nicht die Wandlung vornehmen. In Zeiten von Corona ist dabei das Desinfektionsmittel immer mit dabei. - © WZ/Ziegler

Die 13 Kandidaten kommen aus unterschiedlichen Berufen und stehen in verschiedenen Lebensphasen: Zwischen Ende 30 und knapp 70 sind die Männer alt, Jungväter sind genauso dabei, wie Großväter. Neben ihren neuen Aufgaben als Diakone sind sie - sofern nicht bereits pensioniert - weiterhin in ihren Zivilberufen tätig. Ein Religionslehrer, zwei Ärzte, drei Angestellte, ein Landschaftsarchitekt, ein Bauingenieur, ein Nachrichtentechniker, ein Religionslehrer, ein Pastoralassistent sowie ein Pensionist und ein Ordensmann werden am Samstag ihren Dienst als Diakon beginnen.

"Außenminister" der Pfarre

Als Männer, die mitten im Leben stehen, versehen die ständigen Diakone ihren Dienst bei den Menschen: Neben Taufen, Trauungen, Andachten und Begräbnissen ist die Aufgabe der Diakone vor allem, für die Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten da zu sein. Während die einen in der Verkündigung (Predigt) engagiert sind, wirken andere in der Seelsorge am Rand der Gesellschaft und außerhalb der Kirche. So wird der Diakon oft "Außenminister" der Pfarre genannt. Dieses konkrete Tun wird im Rahmen der Ausbildung intensiv eingeübt: Durch Praktika in diversen Einrichtungen sammeln die Diakon-Anwärter so neben der theologischen Ausbildung auch eine große Erfahrung in der Begleitung von alten, kranken, einsamen und hilfsbedürftigen Menschen.