Die vier Museen der Wien Holding - Mozarthaus Vienna, Jüdisches Museum Wien, Kunst Haus Wien und Haus der Musik - haben nach dem Lockdown wieder ihre Tore geöffnet. "Im Mozarthaus Vienna kann man drei Giganten der Musikwelt nachspüren, das Jüdische Museum Wien begleitet Besucher auf eine Reise nach China, das Kunst Haus Wien führt uns die Auswirkungen der Klimakrise vor Augen, und im Haus der Musik kann die ganze Welt der Musik und Klänge erforscht werden", erklärt Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding.

Im Mozarthaus in der Domgasse 5 im 1. Bezirk zeigen ausgewählte Objekte und Texte von Haydn, Mozart und Beethoven unter anderem Gemeinsamkeiten, Parallelen und die jeweiligen Beiträge der drei Komponisten zur Entwicklung der "Wiener Klassik".

Jüdisches Museum zeigt
die Wiener in China

Im Jüdischen Museum in der Dorotheergasse 11 ist die Ausstellung "Die Wiener in China. Fluchtpunkt Shanghai" zu sehen. Die Schau zeigt, wie Shanghai - die "Stadt über dem Meer" - nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich im März 1938 für viele österreichische Jüdinnen und Juden zur letzten Hoffnung auf Zuflucht wurde. Denn China war das einzige Land, für das kein schwer zu erlangendes Visum nötig war. Gezeigt werden nicht nur die Herausforderungen, die das Leben in der neuen fremden Heimat mit sich brachten, sondern auch die zunehmend schwieriger werdenden Lebensbedingungen nach der Einnahme Shanghais durch die mit dem Deutschen Reich verbündeten Japaner sowie die Rückkehr der Flüchtlinge nach dem Sieg der Alliierten.

"Die Eleganz
der Bundesverfassung"

Die zweite Schau im Palais Eskeles - "Hans Kelsen und die Eleganz der österreichischen Bundesverfassung" - würdigt den "Architekten" der Bundesverfassung und stellt sein Leben und Werk in den Mittelpunkt. Im Museum Judenplatz greift darüber hinaus die Ausstellung "Lady Bluetooth. Hedy Lamarr" noch bis 3. Jänner 2021 die verschiedenen Aspekte der facettenreichen Biografie Hedy Lamarrs auf und setzt einen besonderen Schwerpunkt auf ihre Lebensjahre in Wien.

Die Ausstellung "Nach uns die Sintflut" im Kunst Haus (Untere Weißgerberstraße 13 im 3. Bezirk) rückt wiederum mit den Mitteln der Kunst die Dringlichkeit der Klimakrise in den Fokus. Sie zeigt die Schönheit der Natur genauso wie durch Dürre, Flut oder Bautätigkeit zerstörte Landstriche und Regionen. 21 österreichische und internationale Künstler veranschaulichen durch Fotografie und Video die ökologischen Auswirkungen unseres wachstumsorientierten Wirtschaftssystems.

Virtuelles Klanglabor
im Haus der Musik

Im Haus der Musik in der Seilerstätte 30 im 1. Bezirk gibt es eine Attraktion - nämlich das "Sonotopia Universe", ein beeindruckendes Virtual-Reality-Klanglabor, in dem man sein eigenes Klangwesen erschaffen kann. Und anlässlich des Beethovenjahres 2020 wurde der Beethovenraum um Exponate aus der Musiksammlung der österreichischen Nationalbibliothek erweitert, ein eigener "Beethovenpfad" bietet über alle vier Etagen des Museums Berührungspunkte und Verknüpfungen zu Ludwig van Beethoven und die Kabinettausstellung "Hommage à Beethoven" übersetzt die Poesie der Musik Beethovens ins Visuelle. Mit "Inside Beethoven. Das begehbare Ensemble!" gibt es derzeit auch eine neue, begehbare Klangausstellung, bei der Besucher selbst Teil eines Orchesters werden können.

Zum Schutz der Mitarbeiter und Besucher ist der Besuch der vier Museen im Übrigen nur mit Mund-Nasen-Schutz und unter Einhaltung des Mindestabstands und der Hygienemaßnahmen möglich.