Zur Weihnachtszeit stellen fast alle Städte Christbäume an öffentlichen Plätzen auf, um auch draußen für besinnliche Stimmung zu sorgen. Für den Baum am Wiener Rathausplatz wird jedes Jahr ein hoher Aufwand betrieben - bis vor ein paar Jahren ist sogar noch eine eigene Delegation in die "Zielgebiete" gereist, um einen Baum auszuwählen. Mittlerweile werden diese von der Forstabteilung des jeweiligen Bundeslandes für Wien ausgesucht. Und heuer ist er besonders groß ausgefallen. Das bestätigt auch ein Ranking der Informationsplattform Onlinecasinosdeutschland.com.

Der Baum vor dem Rathaus kommt heuer aus Oberösterreich. - © Christian Rösner
Der Baum vor dem Rathaus kommt heuer aus Oberösterreich. - © Christian Rösner

Diesem zufolge ist der Baum am Rathausplatz in Wien unangefochtener Sieger: Hier steht mit 33 Metern Höhe nicht nur der größte Christbaum Österreichs - er übertrifft dem Ranking zufolge sogar alle Bäume in den deutschen Städten. Die 200 Jahre alte, für ihre Optik zu Beginn öffentlich kritisierte Fichte ist ein Geschenk der Gemeinde Klaffer im Mühlviertel aus Oberösterreich. Dahinter folgt im Ranking der Christbaum in Linz mit rund 26 Metern Höhe. Den dritten Platz sichert sich der 90 Jahre alte Baum in Graz mit 25 Metern.

Der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus wurde bereits am 5. November aufgestellt. - © APAweb/Herbert Pfarrhofer
Der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus wurde bereits am 5. November aufgestellt. - © APAweb/Herbert Pfarrhofer

Wels als Schlusslicht

Die kleinsten Weihnachtsbäume stehen hingegen in Wels mit 14 Metern und Klagenfurt mit 17 Metern. Etwas größer sind die Tannen in Salzburg (22), Dornbirn (2,5), St. Pölten (19) sowie Villach und Innsbruck (jeweils 18 Meter).

Es gibt übrigens auch ein Ranking in Sachen Leuchtkraft - und da steht der Sieger in Graz: Dort wurde der Baum mit rund 25.000 LEDs, 120 Kugeln und einer 1.880 Meter langen Lichterkette bestückt. Auf Platz zwei liegt dann Wien mit 2.000 LED-Kerzen, gefolgt von Linz mit 1.000 Lichtern.

Im Schnitt sind die Bäume der zehn analysierten Städte 21,2 Meter hoch. Im Vergleich sind die Exemplare in Österreich um einige Meter länger als jene in Deutschland: Während dort der Durchschnitt bei 17,3 Meter beträgt, können die Österreicher 21,2 Meter vorweisen. Der höchste deutsche Weihnachtsbaum steht in Wiesbaden und misst 25 Meter. Am zweiten Platz befindet sich München mit 22 Meter - die Bäume in Stuttgart, Leipzig und Frankfurt am Main messen jeweils 21 Meter und teilen sich damit den dritten Platz.

"Je länger desto schiacher"

Wie Insider aus dem Rathaus berichten, wurde eigentlich eine 28 Meter lange Tanne bestellt - denn die Regel laute: "Je länger, desto schiacher" - zumindest in unbehandelter Form. Doch die Oberösterreicher seien dann plötzlich mit einem 33-Meter-Baum dahergekommen. "Normalerweise stellt niemand so einen großen Baum auf - wie man auch bei dem Ranking sehen kann". Denn so ein Riese wiege in etwa acht Tonnen - die dann auch auf die Äste beim Transport drücken. Zwar werden die unteren Äste gebohrt (ein Baum dieses Ausmaßes hat in der Natur immerhin eine untere Breite von rund 12 Metern), aber die oberen Äste werden beim Transport auch schnell in Mitleidenschaft gezogen.

Der Aufwand ist jedenfalls enorm: Für den Baum am Rathausplatz in Wien sind insgesamt fünf Magistratsabteilung zuständig: "Die MA 7 (Kultur) koordiniert, die MA 34 (Bau- und Gebäudemanagement) schmückt den Baum, die MA 42 (Stadtgärten) macht die Astung, die MA 49 (Forstamt) schneidet ihn nach der Saison um, die MA 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) erteilt alle Sondergenehmigungen rund um den Schwertransport und die Polizei begleitet die Anlieferung", erklärt Wiens Forstdirektor Andreas Januskovecz der "Wiener Zeitung." Allein zu den Besprechungen müssen da schon zehn bis 15 Menschen zusammenkommen. Hier könnte wohl eine zweite Regel lauten: Je größer, desto anstrengender.