Während im Großteil Österreichs die zweite Runde der Corona-Massentests ab 15. Jänner geplant ist, will Wien erneut früher starten: Ab Freitag, 8. Jänner, kann die Bevölkerung das kostenlose Angebot eines Antigen-Schnelltests in Anspruch nehmen. Als Standorte stehen einmal mehr die Stadthalle, die Messe Wien (Halle A und C) sowie die Marx-Halle zur Verfügung - und zwar täglich  jeweils von 7 bis 23. Uhr.

Die Massentests in der Bundeshauptstadt erstrecken sich auch dieses Mal wieder über zehn Tage und enden damit am 17. Jänner. Das ist der hohen Einwohnerzahl geschuldet. Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Anmeldung über die Plattform des Bundes https://oesterreich-testet.at, die seit dem heutigen Montag online ist. Darüber hinaus können Termine ab sofort auch telefonisch unter 0800/220 330 gebucht werden. Die Hotline ist von 7 bis 22 Uhr erreichbar.

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Testangebot auf 1,5 Millionen Menschen ausgelegt

Das Testangebot in Wien ist erneut auf insgesamt bis zu 1,5 Millionen Menschen ausgelegt. Beim ersten Massentest Anfang Dezember wurden diese Kapazitäten aber nicht einmal annähernd ausgeschöpft. Nur rund 235.000 Personen oder 13,5 Prozent der testberechtigten Wienerinnen und Wiener (Bevölkerung ab sechs Jahren, Anm.) nahmen teil - womit die Bundeshauptstadt die niedrigste Bundesländerquote Österreichs verzeichnet hatte.

Wie hoch das Interesse bei der zweiten Auflage sein wird, nachdem die Möglichkeit des "Freitestens" seitens des Bundes abgeblasen wurde, wagte man im Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) vorerst nicht einzuschätzen. Fest steht jedenfalls, dass neben den Massentests die von der Stadt organisierten permanenten Teststraßen weiterhin im Normalbetrieb bleiben.

Bereits am Mittwoch, dem Dreikönigstag, gehen in Wien die Corona-Impfungen weiter. Nach der Verabreichung der ersten Tranche von rund 2.000 Dosen werden im nächsten Schritt bis 12. Jänner weitere 5.000 verimpft, hieß es im Hacker-Büro. Sie kommen erneut in Alters- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäuser bei besonders exponiertem Personal - also hauptsächlich in Covid-Stationen - zum Einsatz. Darüber hinaus sei vom Bund für diese Woche noch eine weitere Lieferung von 60.000 Dosen für ganz Österreich in Aussicht gestellt worden, der nach Bevölkerungsanteil an die Bundesländer aufgeteilt wird. Sobald die zusätzliche Tranche verfügbar sei, werde auch diese umgehend verabreicht, hieß es von einem Hacker-Sprecher.

Große Impfbereitschaft im Pflegebereich

Das Vakzin wird nach ersten Erhebungen jedenfalls gut angenommen. Die Impfbereitschaft liegt in den Pensionisten- und Pflegeheimen und beim Gesundheitspersonal bei 72 Prozent, wie ORF Wien kürzlich mit Verweis auf Zahlen aus dem Büro des Gesundheitsstadtrats berichtete.

In der Bundeshauptstadt wurden seit Ausbruch der Pandemie 73.981 positive Corona-Tests eingemeldet. In den vergangenen 24 Stunden gab es 154 Neuinfektionen, wie der Krisenstab am Montag bekanntgab. Die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stiegen zuletzt um fünf auf nun 1.138. Derzeit zählt die Bundeshauptstadt 3.646 aktive Fälle.