Es gibt gute Nachrichten vonseiten des Wiener Gesundheitsverbundes: Die Lage in den Spitälern der Bundeshauptstadt hat sich deutlich entspannt. "Wir haben uns mittlerweile bei einem Niveau von maximal 400 spitalspflichtigen Covid-Erkrankten eingependelt, Tendenz fallend", berichtete der Medizinische Direktor Michael Binder am Donnerstag in einer Aussendung. Damit können nun wieder Betten für andere Patientinnen und Patienten freigegeben werden.

Seit dem Jahreswechsel sei die Anzahl der in Wiener Spitälern versorgten Covid-Patientinnen und -Patienten stabil, hieß es in der Aussendung. Mit Stand gestern, Mittwoch, wurden insgesamt 391 Corona-Erkrankte in den Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes versorgt, davon 101 in Intensivstationen. Zum Vergleich: Als Höchststand während der zweiten Pandemiephase im Herbst wurden am 15. November 2020 insgesamt 913 hospitalisierte Covid-Patienten dokumentiert.

Kapazitäten können schnell umgeschaufelt werden

Die Stadt Wien hat über den vergangenen Sommer einen eigenen Covid-Versorgungsplan etabliert, der die Planung der Spitalskapazitäten mit dem laufenden Monitoring der Auslastung der Covid-Versorgungsbereiche kombiniert. Das erlaubt es, bei steigendem Bedarf ausreichend Kapazitäten rasch zur Verfügung zu stellen und umgekehrt wieder für die Regelversorgung sicherzustellen.

"Gerade in Hinblick auf die in mehreren Ländern aufgetauchten Virusmutationen, die möglicherweise die Dynamik des Infektionsgeschehens verschärfen könnten, sind wir mit unserem Covid-Versorgungsplan gut gerüstet. Durch unser tägliches Monitoring können wir sehr schnell auf neue Entwicklungen reagieren", sagte Binder. Ein weiteres Kernstück des Konzepts ist die Zusammenarbeit der städtischen Häuser mit den Privat- und Ordensspitälern. (apa)