Im Jahr 2020 nahm der Fahrradverkehr in der Hauptstadt im Vergleich zum Jahr davor um zwölf Prozent zu. Die Coronakrise hat dazu beigetragen, dass noch mehr Menschen in Wien mit dem Rad unterwegs waren, aber der Trend zeigte sich laut einer Aussendung des Rathauses bereits vor der Krise.

"In Wien wird der Radverkehr an automatischen Zählstellen gemessen. Erstmals wurden im Jahr 2020 an vier der Zählstellen mehr als eine Million Radfahrende gezählt", ist auf der Website zu lesen. "Immer mehr Wienerinnen und Wiener sind umweltfreundlich unterwegs, was eine positive Entwicklung für die Klimamusterstadt Wien ist. Natürlich hat die Corona-Krise dazu beigetragen, dass mehr Menschen das Rad für ihre Wege genützt haben, aber der Trend zum Rad steigt erfreulicherweise schon länger. Wir werden den Radverkehr in unserer Stadt weiter fördern und – in Absprache mit den Bezirken - verstärkt in den Bau von Radinfrastruktur investieren. Sichere Radwege sind mir ein zentrales Anliegen", so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.

Stärkste Zuwächse im Mai und September

Die stärksten Zuwachs verzeichneten die Monate Mai und September 2020. Im Vorjahresvergleich wurden im Mai 2020 um 45 Prozent mehr Radfahrende gezählt. Im September waren es um 23 Prozent mehr.

Rekordwerte wurden auch in der kalten Jahreszeit erzielt. Im November gab es einen Anstieg um 19 Prozent. Im Dezember waren um 13 Prozent mehr Radfahrende unterwegs als im Vorjahr. Der Tag mit den meisten Radlerinnen und Radlern an einer Zählstelle im Jahr 2020 war Dienstag, der 30. Juni. An diesem Tag wurden am Opernring 10.389 Radfahrende gemessen. So viele Radfahrende wurden noch nie zuvor an einer Straße mit einer Zählstelle gezählt.