Die Wiener Rechtsanwaltskammer fordert Kostenersatz für die von ihr eingerichtete Coronavirus-Teststraße. Denn ein solcher sei aktuell nicht vorgesehen, wurde am Montag in einer Aussendung kritisiert. Abgeltung für Antigen-Schnelltests gebe es nur für zur Wirtschaftskammer zugehörige Betriebe. Interessensvertretungen wie die Rechtsanwaltschaft als freier Berufsstand seien dabei nicht berücksichtigt, hieß es.

Die Anwaltskammer sprach sich dafür aus, dass "alle Berufe und Unternehmen von der Regierung" diesbezüglich gleich behandelt werden. Zunächst wird die Teststraße, die am Mittwoch öffnet und Anwälten bzw. Rechtsanwaltsanwärtern offen steht, auf eigene Rechnung betrieben. Die Abstriche werden in Kooperation mit dem Grünen Kreuz durchgeführt.

"Der Weg aus der Krise führt vom gesundheitlichen Aspekt betrachtet derzeit über oftmaliges Testen und eine möglichst rasche Impfung", sagte der Präsident der Wiener Rechtsanwaltskammer, Michael Enzinger: "Wir wollen die Ungleichbehandlung beim Kostenersatz beseitigt wissen, werden unseren Mitgliedern kostenlose Tests aber dennoch ab sofort ermöglichen." (apa)