Das Nachtasyl im 6. Bezirk sperrt für immer seine Pforten. Das hat der Besitzer Dan Lestrade, der das Lokal erst 2020 übernommen hat, auf Facebook mitgeteilt. "Mittlerweile ist klar, dass die Nachtgastronomie noch sehr, sehr lange geschlossen bleiben wird, auch das ist ein Grund, weshalb ich nicht mehr weitermachen und abwarten kann, das ist finanziell gesehen vollkommen unmöglich, von der psychischen Belastung mal ganz abgesehen", schreibt der Besitzer auf Facebook.

Das Nachtasyl hat die Corona-Krise nicht überstanden. - © Wikicommons / Herzi Pinki
Das Nachtasyl hat die Corona-Krise nicht überstanden. - © Wikicommons / Herzi Pinki

"Da ich das Lokal erst 2020 übernommen habe, habe ich leider absolut keinen Anspruch auf einen Fixkostenzuschuss oder andere Unterstützungen. Ich musste die letzten Monate also großteils aus eigener Tasche finanzieren. Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem die Taschen leer sind", schreibt Lestrade.

Auch sein Spendenaufruf sei nicht erfolgreich gewesen und habe gerade einmal zwei Prozent der notwendigen Gesamtsumme abgedeckt. Das an das "Nachtasyl" angeschlossene "Tagasyl" wird ebenfalls schließen. 

Zum Schluss appelliert Lestrade an Nachtasyl-Fans: "Die Gastronomie ist die am stärksten betroffene Branche und alle Wirte da draußen werden nur dann in Zukunft überleben können, wenn ihr sie besucht. Die Pandemie hat schon genug Existenzen ruiniert, lasst uns diejenigen retten, die es sich noch leisten können." (apa/red)