Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus bei der Wolsteingasse in Floridsdorf Montagnachmittag ist vermutlich die Bewohnerin ums Leben gekommen. Die Leiche der Frau wurde von Einsatzkräften im Erdgeschoß gefunden. Eine Obduktion soll nicht nur die Todesumstände klären, sondern auch mittels DNA die Identität klären. Die Frau dürfte allein dort gelebt haben.

Die Brandursache ist noch unklar. Aber die Ermittler der Brandgruppe des Landeskriminalamts vermuten die unsachgemäße Handhabung eines Schwedenofens.

Mehr als zweieinhalb Stunden hat die Feuerwehr gebraucht, um den Brand zu löschen. Aufgrund von umfangreichen Ablagerungen vor und in dem Haus wurden die Löscharbeiten massiv erschwert, sagte deren Sprecher Christian Feiler. Passanten, die die Frau im Garten noch gesehen und auf die starke Rauchentwicklung aufmerksam gemacht hatten, hatten die Einsatzkräfte alarmiert. Die Feuerwehr drang deshalb mit Atemschutz in das Haus ein und bekämpfte den Brand mit einer Löschleitung. Dabei wurde der leblose Körper der Frau entdeckt und sofort ins Freie gebracht. Der Arzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Polizeistation brannte auch

Ein weiterer Brand im Zentrum von Perchtoldsdorf hat am Montag auch die Polizeiinspektion im Zentrum der Marktgemeinde im Bezirk Mödling betroffen. Die Dienststelle ist vorübergehend nicht beziehbar. Die Beamten weichen vorerst nach Brunn am Gebirge aus, teilte die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Dienstag mit. Verletzt wurde niemand.

Drei Feuerwehren mit 90 Mann standen im Löscheinsatz, berichtete Franz Resperger vom Landeskommando Niederösterreich. Der Brand dürfte in einem derzeit geschlossenen Hotel seinen Ausgang genommen haben. Die Flammen ergriffen den Dachstuhl und sprangen auf jenen der Polizeiinspektion über. Beide Dächer standen letztlich in Vollbrand. Die Feuerwehren gingen mit massiven Außen-und Innenangriffen vor.

Aus der Polizeiinspektion wurde dem Sprecher zufolge versucht, "zu retten, was zu retten ist". Der Schaden durch den Brand wurde seitens der Exekutive als enorm bezeichnet. Waffen und Munition seien vor dem Brandgeschehen ebenso rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden wie etwa Akten, sagte Polizeisprecher Heinz Holub. Beamte hätten das Feuer im Nebenobjekt gegen 16.30 Uhr entdeckt. "Brand aus" hieß es um 19.40 Uhr.