Wien. Kloakensäuberung im großen Stil: Die Hauptkläranlage in Wien-Simmering hat 2011 mehr als 197 Milliarden Liter Wasser gereinigt. Das entspricht rund 6265 Liter pro Sekunde. Das Schmutzwasser verließ die Anlage dabei annähernd sauber. Der Reinigungsgrad des Abwassers, das anschließend wieder in den Wasserkreislauf - konkret in die Donau - gelangt, lag laut Statistik der stadteigenen "ebswien Hauptkläranlage" bei über 98 Prozent. Der gesetzliche Mindestwert liegt bei 95 Prozent.

19 Tonnen Feststoffe herausgefilter
Im Zuge der unterschiedlichen Reinigungsstufen kamen dabei allerlei Abfälle zutage. So wurden im Vorjahr knapp 7000 Tonnen Feststoffe aus den Wassermassen gefischt. Auf den Schotterfang, der alles Grobe wie Schotter und Kies herausbaggert, entfielen 661 Tonnen. Der Rechen, zuständig etwa für Zigarettenstummel, Kondome oder Klopapier, zog 1306 Tonnen heraus. Im Sandfang, der feinere Stoffe wie Sand und Asche entfernt, schaffte im Vorjahr 5030 Tonnen. Somit wurden in dieser sogenannten Reinigungsstufe täglich mehr als 19 Tonnen Feststoffe herausgefiltert.

In der anschließenden biologischen Reinigung des Schmutzwassers wurden 2011 31.787 Tonnen Kohlenstoff, 8872 Tonnen Stickstoff und 1195 Tonnen Phosphor entfernt. Außerdem fielen knapp zwei Millionen Kubikmeter Dünnschlamm bzw. 64.077 Tonnen Trockensubstanz an. Diese wird im Fernwärmewerk Simmeringer Haide thermisch verwertet.