Der Abfertigungsspiegel soll Unfälle verhindern - in der Nacht auf Montag war er Ursache für einen Zwischenfall. - © APAweb / Herbert Neubauer
Der Abfertigungsspiegel soll Unfälle verhindern - in der Nacht auf Montag war er Ursache für einen Zwischenfall. - © APAweb / Herbert Neubauer

Wien. Normalerweise stoppen U-Bahnzüge automatisch in den Stationen. In der Nacht auf Pfingstmontag kam es anders. Gegen 23 Uhr wartete ein Vater mit seiner dreijährigen Tochter in der U3-Station Simmering auf den Zug. Als die Garnitur einfuhr, blieb der Zug zunächst kurz stehen, fuhr dann aber noch ein Stückchen weiter in die Station. Zur gleichen Zeit betätigten der 21-jährige Vater und das Kleinkind bereits den Türöffner. Dabei geriet die Dreijährige mit dem Fuß in den Spalt zwischen dem U-Bahnwagen und dem Bahnsteig.

Das Mädchen erlitt Abschürfungen am Bein. Nach ärztlicher Versorgung in einem Krankenhaus wurde das Kind in häusliche Pflege entlassen.

Die Garnitur war vom sogenannten Abfertigungsspiegel am Bahnsteiganfang zu weit entfernt. Deshalb musste die 27-jährige Fahrerin den Zug noch rund 30 Zentimeter nachziehen. Durch diesen Spiegel können U-Bahnfahrer die aus- und einsteigenden Passagiere beobachten.