Wien. Ab Herbst werden bei zahlreichen U-Bahn-, Bus- und Straßenbahnlinien die Intervalle verändert. Zu kürzeren Wartezeiten kommt es unter der Woche ab 9 Uhr nach der Morgenspitze und am späteren Nachmittag vor der Abendspitze. Länger warten muss man hingegen in den Morgenstunden an Wochenenden und Feiertagen. Die Kosten der Umstellung belaufen sich auf 11 Millionen Euro im Jahr. Getragen werden diese durch die Mehreinnahmen aus der seit 1. Juli geltenden Tariferhöhung, sagt Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien.

Betroffen von kürzeren Intervallen sind alle U-Bahnlinien mit Ausnahme der U6 sowie die beiden Straßenbahnlinien 43 und 49 und die Buslinien 7A, 14A, 29A, 35A, 57A, 59A, 69A, 5B und 7B. Längere Intervalle wird es bei allen U-Bahn- und Straßenbahnlinien sowie bei 20 Prozent der Buslinien geben.

Intervalle bei U1 und U3 in der Früh am Limit


Die Linie U1 wird etwa in der Zeit zwischen 9.30 Uhr und 12.30 Uhr und zwischen 15.30 Uhr und 18.30 Uhr und die Linie U3 zwischen 9 Uhr und 12 Uhr in kürzeren Abständen geführt werden. Für die Morgenspitze sei bei beiden Linien keine Verdichtung mehr möglich, so Reinagl. Der Trend gehe aber ohnehin in eine stärkere Auslastung der bisher schwächer frequentierten Zeiten. Bei den Spitzenzeiten bleibe die Anzahl der Fahrgäste in etwa gleich. Die Intervalle der Buslinie 13A lassen sich ebenfalls nicht weiter verdichten. Daran Schuld sei hier aber der zäh fließende Verkehr. Oftmals würden deswegen Busse knapp hintereinander fahren. Ob die Fußgängerzone auf der Mariahilferstraße den Verkehrsfluss zusätzlich stören werde, müsse man sich erst anschauen, so Reinagl.