Mängel festgestellt


Zwei Mal habe es einen derartigen Fall gegeben, merkt das Kontrollamt in seinem Bericht, der Ende April veröffentlicht wurde, an. Beide Kinder seien unverletzt geblieben, mussten allerdings von der Feuerwehr geborgen werden. Insgesamt seien seit 2005 17 Unfälle gemeldet worden, lediglich einer führte zu einer Verhandlung der Verschuldensfrage vor Gericht, hier wurde jedoch kein Verschulden der MA42 festgestellt.

Das Kontrollamt hatte stichprobenartig 22 der rund 500 Spielplätze im Aufgabenbereich des Stadtgartenamts geprüft und vereinzelte Mängel geortet - sowohl beim Zustand der Geräte und Sicherheitskonstruktionen, als auch beim Überprüfungsverfahren. Kritisiert wurde ein mangelhafter Fallschutz unter Spielgeräten, überschrittene Fallhöhenbegrenzungen sowie angemorschte Stützelemente.

"Selbstverständlich hat es Konsequenzen aus dem Kontrollamtsbericht gegeben", so Stadtgartendirektor Rainer Weisgram zur "Wiener Zeitung". Zum Fallschutz, wie Rindenmulch, führte er aus, dass sich dieser durchs Bespielen verdichte, in regelmäßigen Abständen würde er allerdings aufgelockert, umgestochen oder komplett austauscht. Allerdings: "In diesen Übergangsphasen kann es sein, dass ein paar Zentimeter fehlen. Das ist kein Fall, der große Gefahren in sich birgt", so Weisgram. In Bezug auf die angemorschten Träger erklärte Weisgram, dass diese im Spielplatzbefund ausgewiesen gewesen und sogar mit einem Resistographen, einem speziellen Gerät zur Stärkenmessung, geprüft worden seien. Diese Überprüfung habe eine Restwandstärke ausgewiesen, die die Sicherheit gewährleistet hätte: "Da ist keine Gefahr in Verzug."

Sicherheit von Anfang an


Insgesamt stehen den Wiener Kindern mehr als 6000 Geräte zur Verfügung. Diese würden zum Großteil nicht "von der Stange" gekauft, sagte Weisgram, sollen Spielgeräte heute doch die Abenteuerlust und die Motorik der Kinder fördern. Die Geräte werden am Reißbrett entworfen und gemeinsam mit Prüfern des TÜV entwickelt. Und kein Gerät ginge in Betrieb, das nicht durch den TÜV abgenommen worden sei, führt Weisgram aus. Für die Kinder, für die sie gedacht sind, seien die Geräte auch sicher. Für welche Altersgruppe Geräte geeignet sind, könne man an den Abständen der Sprossen erkennen, die auf das Gerät führen. Wenn Kinder diese nicht selbst erklimmen können, weil die Abstände zu hoch sind, sind diese Geräte für sie nicht geeignet.

Jedes Gerät wird einmal wöchentlich visuell geprüft. Diese Kontrolle müsse nicht durch einen Fachmann geschehen und würde durch die Reinigungstrupps, die regelmäßig vor Ort seien, durchgeführt, beschreibt Weisgram die Kontrollen. Sollte ein Gerät einen Schaden haben, könnte dieses aber sofort gesperrt werden. Alle drei Monate erfolge eine operative Prüfung (etwa durch Herrn Jambrits), einmal im Jahr eine Hauptkontrolle (etwa durch Herrn Tatzel).

Speziell für die heißen Sommertage gibt es Wiens Wasserspielplätze: Die Wasserspielplätze Donauinsel (22.), Leberberg (11.), An der Liesing (10.), Max-Winter-Park (2.,), Wasserturm (10.) und Theodor-Körner-Park (12.). Auch diese Spielplätze werden von der Stadt laufend kontrolliert.