Wien. 907 Millionen Euro wurden im Vorjahr von der staatlichen Autobahnholding Asfinag in den Streckenausbau und die Erhaltung von Autobahnen und Schnellstraßen investiert. Bis 2022 will die Asfinag weitere 7,8 Milliarden Euro in Streckenausbauten investieren, trotz eines Schuldenstandes von 11,6 Milliarden Euro.

Ab Anfang Dezember wird zudem neben der bisherigen klebbaren Vignette auch die digitale Vignette - ausschließlich - auf der hauseigenen Homepage www.asfinag.at angeboten.

Der Ausbau des Straßennetzes schlägt sich auch auf die Verkehrszahlen nieder. Im Großraum Wien wuchs der Schwerverkehr um 3 Prozent an. Der stärkste Zuwachs beim Lkw-Verkehr wurde auf der Südstrecke mit plus 5,7 Prozent verzeichnet.

Dementsprechend stiegen auch die Mauteinnahmen der Asfinag. 2016 haben diese um 3,2 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro zugelegt. Vom Pkw-Verkehr kamen 645 Millionen Euro, ein Plus von 6,3 Prozent. Der starke Anstieg ist zum Teil auf die Wiedereröffnung des Arlberg-Tunnels sowie auf den zunehmenden Pkw-Urlaubsverkehr zurückzuführen, erklärt Asfinag-Chef Klaus Schierhackl.

Bei den Lkw gab es einen Zuwachs bei den Einnahmen von 1,7 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro. Die Frächter zahlten in etwa doppelt so viel Maut, wie die Autobesitzer. 60 Prozent der Lkw-Mauterlöse kamen von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen.