Wien. Die Wiener Staatsoper war am Donnerstagabend Bühne für Prominenz aus Politik und Gesellschaft. Bundespräsident Alexander Van der Bellen führte die Gästeliste an, er kam kurz vor 22.00 Uhr in Begleitung seiner Ehefrau Doris Schmidbauer. Begleitet werden sie vom Präsidenten der Ukraine, Petro Poroschenko, und dessen Frau Maryna Poroschenko.

Die Schauspielerin Melanie Griffith, heuriger Opernballgast von Richard Lugner, hat am Donnerstag einen "großartigen Tag" in Wien verbracht. Bestens gelaunt erschien sie am Abend zum Fotoshooting in der Abendgarderobe im Grand Hotel in Wien. Von der Stadt selbst habe sie nur wenig gesehen, "weil es zu kalt war". Vielmehr verbrachte sie den Tag mit Sport und relaxen.

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Im Hotel wurde Griffith mit dem obligaten "Welcome in Vienna"-Ständchen von Lugner begrüßt. Griffith trug ein schwarzen Kleid des Designers Alia, das dieser vor 20 Jahren extra für sie angefertigt hatte. Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Baumeister gibt es dieses Jahr keine. Seine Begleitung Simona, die sonst eigentlich nur gemeinsam mit ihrer Freundin Cyria als das Doppel "Cyria & Simona" auftritt, fungierte als Dolmetscherin von "Lugner-Englisch" in reguläres Englisch.

Lugner selbst will heuer nach dem ORF-Interview in der Mittelloge um 23.10 Uhr versuchen, mit seinem Gast zu tanzen. "Ich akzeptiere aber, wenn sie 'Nein' sagt", meinte er gegenüber der APA.

Friedliche Demonstration gegen den Ball

Vor der Eröffnung des 62. Opernballs haben Demonstranten lautstark und friedlich dagegen demonstriert. Die Schlusskundgebung fand am Platz der Menschenrechte vor dem Museumsquartier statt. Sie wurde um 20.17 Uhr vom Vorsitzenden der Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ), David Lang, beendet. Laut Veranstalter nahmen 200, nach Polizeiangaben 90 Personen teil.

Trotzdem skandierten die Manifestanten "noch nie waren wir so viele, noch nie waren wir so stark". Die Demonstranten hatten sich gegen 18.00 Uhr bei der U6-Station Josefstädter Straße versammelt. Die KJÖ hatte zur Kundgebung mit dem bereits wohlbekannten Motto "Eat the Rich" aufgerufen. Kurz vor 19.00 Uhr zogen die Demonstranten los, die Route führte über den Lerchenfelder Gürtel-Thaliastraße-Lerchenfelder Straße-Lange Gasse-Josefstädter Straße-Zweierlinie.

Platzverbot vor der Oper

Die Polizei hatte vorsorglich ein Platzverbot rund um die Oper erlassen. Die Exekutive kündigte für den Opernballabend einen Einsatz von rund 350 Polizisten an. Diese sind auch für Verkehrsmaßnahmen rund um die Staatsoper im Einsatz, sagte Polizeisprecher Harald Sörös. Die Demo selbst begleiteten rund 30 Beamte.