Wien.

Der Wiener Kabelnetzbetreiber trennt sich von mehreren Mitarbeitern, so berichten informaierte Kreise. Zudem sorgte am Montag Abend ein mehrstündiger Netzausfall in Teilen Wiens für Probleme. - © Foto: UPC
Der Wiener Kabelnetzbetreiber trennt sich von mehreren Mitarbeitern, so berichten informaierte Kreise. Zudem sorgte am Montag Abend ein mehrstündiger Netzausfall in Teilen Wiens für Probleme. - © Foto: UPC
Der Wiener Internet- und Kabel-TV-Anbieter UPC hat rund 90 Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice angemeldet, hieß es am Dienstag aus informierten Kreisen. Ob alle gehen müssen, ist laut Unternehmen noch unklar, die Beschäftigen werden am kommenden Donnerstag informiert, bestätigte UPC eine Meldung des "WirtschaftsBlatt" (Dienstag-Ausgabe). UPC beschäftigt derzeit 1000 Mitarbeiter, im Vorjahr waren es noch 1100 und 2007 noch 1200 fixe und 400 externe Mitarbeiter.

  "In einigen Fällen wird sich das Unternehmen direkt von Mitarbeitern trennen. Das Unternehmen hat in Vorbereitung darauf gemeinsam mit der Personalvertretung einen Sozialplan entwickelt, der etwaige Personalmaßnahmen abfedern soll", so UPC-Sprecher Siegfried Grobmann. UPC befindet sich eigenen Angaben zufolge in einer "Umstrukturierungsphase". Dass man das DSL-Geschäft, das mit der Übernahme des Internet-Providers Inode Ende 2005 gekauft wurde, abstoßen will, sei ein Gerücht: "Hier wird es zu keinen Änderungen kommen - UPC wird auch weiterhin Dienste auf DSL-Basis anbieten."

Umsatz ging zurück 
Der Umsatz ging im vergangenen Geschäftsjahr um 2,6 Prozent auf rund 338 Milo. Euro zurück - 2007 betrug der Umsatz noch 367 Mio. Euro. Die Kundenanzahl war ebenso rückläufig: Im zweiten Quartal 2011 waren es 692.000 nach 710.000 im Vorjahresquartal. UPC gehört zum Kabelnetz-Konzern Liberty Global, der an der Nasdaq in New York gelistet ist. Das Unternehmen erzielte 2010 in 14 Ländern Erlöse von 7,7 Mrd. Euro.

Netzausfälle im 14. Bezirk
Am Montag abend kam es in Teilen Wiens zu einem mehrstündigen Netzausfall. UPC-Kunden konnten zwischen 20 und 23 Uhr - etwa in Teilen des 14. Bezirks - die Dienste nicht nutzen. Laut ersten Meldungen gab es einen Ausfall beim Stromzulieferer WienEnergie.