Menschenrechte sind universal. Hier werden sie auf einem Wandbild im türkischen Bayramiç dargestellt. - © Mdozturk - Creative Commons
Menschenrechte sind universal. Hier werden sie auf einem Wandbild im türkischen Bayramiç dargestellt. - © Mdozturk - Creative Commons

Die Freiheit der Meinungsäußerung und der Informationsbeschaffung muss nach Ansicht des britischen Außenministers William Hague weltweit auch online durchgesetzt werden. Es sei nicht akzeptabel, dass diese Grundrechte in vielen Ländern weltweit eingeschränkt würden, sagte Hague zur Eröffnung einer internationalen Konferenz zu Chancen und Risiken des Internets am Dienstag in London. "Das Internet ist Teil der Gesellschaft und spiegelt die Gesellschaft", erläuterte Hague.

Bei der Konferenz diskutieren bis Mittwoch Politiker, Experten und Wissenschaftler über Herausforderungen des Cyberspace. Während das Internet zwar Möglichkeiten zur Meinungsäußerung und zu einem deutlich engeren Kontakt zwischen Politikern und Bürgern biete, könne es aber auch zur Unterdrückung genutzt werden, sagte Hague.

"Verhalten, das in der 'realen' Welt nicht akzeptabel ist, ist auch im Cyberspace nicht akzeptabel." Das schließe die Verletzung von Menschenrechten mit ein. "Menschenrechte sind universell und gelten online genauso wie offline." Staaten dürften diese Rechte nur in Ausnahmesituationen stören - etwa, wenn es um Kriminalität oder Missbrauch gehe, betonte Hague.