Berlin.

Hacker haben den Online-Dienst "Steam" gehackt und sensible Daten von Spielern - hier im Bild ein Screenshot von "Call of Duty" - entwendet. - © APAweb/dpa/AP
Hacker haben den Online-Dienst "Steam" gehackt und sensible Daten von Spielern - hier im Bild ein Screenshot von "Call of Duty" - entwendet. - © APAweb/dpa/AP
Die beliebte Computerspiele-Onlineplattform Steam ist einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Eindringlinge hätten sich Zugriff auf eine Nutzerdatenbank verschafft, teilte Betreiber Valve mit. Diese enthalte Namen, Rechnungsadressen sowie verschlüsselte Kreditkartendaten und Passwörter. Zunächst habe es keine Hinweise auf Missbrauch der Daten gegeben. Steam ist eine Plattform für den Online-Vertrieb von Computerspielen und hat nach eigenen Angaben weltweit mehr als 30 Millionen aktive Nutzer.

  Bereits am 6. November hatte Valve festgestellt, dass die Angreifer in ein Forum eingedrungen waren. Daraufhin nahm die US-Firma die Seite vom Netz. Die Untersuchung des Vorfalls habe gezeigt, dass auch die Nutzerdatenbank betroffen war, hieß es nun in der Mitteilung.

Abrechnungen im Auge behalten  
Man habe keine Hinweise, dass die Daten gestohlen und Passwörter geknackt wurden, ermittle aber noch, erklärte Valve. Dennoch rät das Unternehmen Nutzern, ihre Kreditkartenabrechnung im Auge zu behalten. Zudem müssen sie bei der nächsten Anmeldung im Forum ihr Passwort ändern. Wer dieses auch für anderen Internet-Dienste verwendet habe, sollte es auch dort modifizieren.

  Steam bietet derzeit rund 1500 Spiele an, darunter zahlreiche populäre Titel wie das jüngst gestartete "Call of Duty: Modern Warfare 3", "L.A. Noire" oder "Sonic Generations". Einige Spiele sind sogar an die Plattform gebunden.