Apple Mitbegründer Steve Wozniak demonstrierte bei dem Verkaufsstart des iPhone 4Sdie Sprachsteuerung "Siri", diese ist nun Grund für die Klage eines Anwenders in den USA. - © APAweb/EPA
Apple Mitbegründer Steve Wozniak demonstrierte bei dem Verkaufsstart des iPhone 4Sdie Sprachsteuerung "Siri", diese ist nun Grund für die Klage eines Anwenders in den USA. - © APAweb/EPA

Wien/Cupertino. Ab 23. März wird es das neue Apple-iPad auch in Österreich zu kaufen geben. Das bestätigte der Konzern in einer Aussendung. In einigen anderen Ländern - darunter auch Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweiz und USA - wird das Tablet schon ab 16. März erhältlich sein. Konkrete Preise für Österreich für die neuen iPad-Modelle wurden vorerst nicht genannt. Sie sollen "zeitnah zum österreichischen Releasedatum" bekanntgemacht werden.

Am Montag hieß es vonseiten des Konzerns noch, die Lieferung der neuen Geräte werde sich vom 16. auf den 19. März verzögern. Laut dem US-Marktforscher IDC hat Apple seit dem Österreich-Start des iPad-Tablets im Juli 2010 hierzulande rund 185.000 Geräte abgesetzt.

Die Apple-Euphorie hat am Dienstag den US-Technologieindex Nasdaq auf über 3.000 Punkte getrieben. Das ist der höchste Wert seit Herbst 2000. Damals war die Apple-Aktie 9,5 Dollar (7,27 Euro) wert. Aktuell kostet sie etwa 568 Dollar.

Apple-Kunde verklagte Unternehmen in den USA wegen iPhone
Ein Besitzer des neuesten iPhone 4S hat den Hersteller Apple in den USA verklagt. Die viel beworbene Sprachsteuerung des Smartphones mit dem Namen Siri funktioniere nicht wie versprochen, geht aus der Klageschrift hervor, die am Dienstag auf der Internetseite eines Bundesgerichtes im US-Staat Kalifornien abzurufen war. Die Klage ist demnach als Sammelklage angelegt, damit sich ihr weitere iPhone-Nutzer anschließen können.

Siri war eine große Neuerung beim iPhone 4S und rief viel Begeisterung hervor. Das System ermöglicht, das Telefon fast komplett per Sprache zu steuern. Über Siri lassen sich Anrufe tätigen, SMS schreiben und vorlesen oder Informationen im Internet suchen. Siri soll dabei den Kontext einer natürlichen Frage verstehen. So soll sie etwa die Wetteraussichten liefern, wenn der Nutzer fragt: "Brauche ich einen Regenschirm am Wochenende?"
In der Klageschrift hei?t es allerdings, schon kurz nach dem Kauf des neuen iPhone haben der Kläger feststellen müssen, "dass Siri nicht so gut funktioniert wie in der Werbung beschrieben". "Wenn der Kläger Siri beispielsweise bat, ihn zu einem bestimmten Ort zu leiten oder ihm ein Geschäft zu nennen, hat Siri ihn entweder nicht verstanden oder nicht wie erwartet funktioniert." Apple nimmt zu laufenden Klagen im allgemeinen keine Stellung.